Zahnärztechef zu Entkoppelung ASVG und Ambulatorien: Hauptverband muß Verhandlungsstil ändern

Westermayer: Nun müssen die "Hausaufgaben" erledigt werden - Zahnkronen als Kassenleistung stehen noch immer zur Diskussion

Wien (OTS) - "Schließlich werden manche Vertreter des Hauptverbandes ihren Verhandlungsstil überdenken müssen. "Zahnärztechef DDr. Hannes Westermayer forderte Freitag in einer ersten Reaktion auf die erfolgte Entkoppelung der aktuellen ASVG-Novelle von der Ambulatoriumsfrage den Hauptverband österreichischer Sozialversicherungsträger und deren Funktionäre auf, den Verhandlungsstil innerhalb der von der Koalition neu gesetzten Frist bis zum 30. November grundsätzlich zu ändern.

"Die Gangart, wir wollen das und ihr werdet unterschreiben' hat bisher nichts gebracht und wird auch in Zukunft nichts bringen", so der Vorsitzende der Bundesfachgruppe für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (BUFAZ), DDr. Hannes Westermayer, in einer Aussendung. "Wer nun glaubt,daß sich der Hauptverband zurücklehnen und den 30. November nur abzuwarten braucht, irrt".

Die Koalition habe dem Hauptverband und den anderen Verantwortlichen bis 30. November einige "Hausaufgaben" gestellt, so ÖÄK-Vizepräsident Westermayer:

- Bundesministerin Lore Hostasch habe ihre Versprechen "fairer Preisohne Quersubvention" wahrzumachen. Bekanntlich wurden mit dem Kronentarif bisher eine Reihe von unterhonorierten Kassenleistungen quersubventioniert.

- Darüber hinaus müsse der Hauptverband seinen finanziellen Beitrag definieren, mit dem er die Zahnkrone für die Bevölkerung erschwinglich machen möchte - unter anderem auch um den Zahntourismusin die Nachbarländer wirksam zu bekämpfen.

- Arbeiterkammer und ÖGB müssen sich deklarieren, wie sie zu ihrer Uraltforderung stehen, daß die Krone als notwendige Leistung für alle Versicherten in den Kassenvertrag aufgenommen werden muß. "Bis vor kurzem wurde behauptet, daß es am Widerstand der Zahnärzte gescheitert sei", so Westermayer. Der Zahnärztechef abschließend:
"Wir sind nach wie vor an konstruktiven Verhandlungen im Interesse der Bevölkerung interessiert und erwarten dieselbe Haltung von den Krankenkassen." (Schluß)

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