Wiener Liberale fordern Umschichtung der Wohnbauförderungsmittel für "Wiener Energiesparoffensive"

Hack: "Energiepaß für Gebäude soll Förderkriterium für Wohnbaumittel werden"

Wien (OTS) "Energiesparen im Wohnbau ist für uns Liberale eines der wichtigsten Themen, das die Wiener Stadtregierung in Angriff nehmen muß," erklärte heute die Wohnbausprecherin der Wiener Liberalen Michaela Hack anläßlich des heute in Graz beginnenden informellen Rates der EU-Umweltminister.

Die Substanz jener Wiener Bauten, die zwischen 1945 und 1980 errichtet wurden, sei energetisch gesehen besonders schlecht. Für die nächsten Jahre stehe allein in Wien bei diesen Nachkriegsbauten ein Sanierungsbedarf im Umfang von ca. 50 Milliarden Schilling an. Viele dieser Häuser stünden im Eigentum der Gemeinde Wien, so Hack. Die Mieter in diesen Häusern hätten einen Energieverbrauch, der bis zum sechsfachen eines Niedrigenergiehauses betrage und müßten somit durchschnittlich pro Monat bis zu 2.000 Schilling (144 Euro) mehr an Heizkosten bezahlen.

"Wir haben daher die Einrichtung eines eigenen Fördertopfes zu Durchführung einer Wärmeschutz- und Energiesparoffensive beantragt, der durch Umschichtung von Neubaufördermitteln zum Altbau und aus den Mitteln der 'Klimaschutzmilllarde' gespeist werden soll," erläuterte Hack.

Die Höhe der Energiesparförderung für ein Sanierungsvorhaben solle vom jeweiligen energetischen Zustand des Gebäudes abhängen, forderte Hack, der anhand eines "Energiepasses" festgestellt werden solle. "Sinnvoll wäre allerdings nur ein Energiepaß, der österreichweit einheitliche Energiekennzahlen als Grundlage vorgibt," so Hack, "da dieser 'Gebäudeausweis' nicht nur als Kriterium für eine Förderzusage dienen soll, sondern auch eine Information für die Gebäudenutzer darstellen würde."

Da bereits ein Sachverständigenbeirat "Energieausweis" beim Österreichischen Institut für Bautechnik intensiv an einer einheitlichen Regelung eines Energieausweises arbeite, stünde einer baldigen Einführung dieses Förderkriteriums in der Wiener Wohnbauförderung nichts im Wege, meinte Hack.

Laut Berechnungen der TU-Wien würde einer Steigerung der derzeitigen Althaussanierungsrate von 1% auf 3% ein Einsparungspotential von 4,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr österreichweit ergeben. "So würde sich eine Wiener Wärmeschutz- und Energiesparoffensive nicht nur positiv auf die Umwelt auswirken, sondern auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen am Bausektor schaffen und erhalten," schloß Hack.

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