Becher: Mietervereinigung übt Kritik an Michalek Ablehnung

Wien (OTS) - Die Vorsitzende der Wiener Mietervereinigung,
Magister Ruth Becher, übt herbe Kritik an der Ablehnung des Edlinger Entwurfs durch das Justizministerium. Die derzeitige Regelung der Mietzinsreserve, wonach Hauseigentümer vorab 40 Prozent daraus als Abgeltung für voraussichtlich anfallende Steuern abziehen dürfen, sorgt schon seit geraumer Zeit für Kritik seitens der Mietervereinigung. "Es sei nicht einzusehen, daß die Mieter weiterhin für die Steuern der Hausherren aufkommen müssen", so die Vorsitzende, "die neuerliche Verzögerung gehe ausschließlich zu Lasten der Mieter." Da es sich bei der Mietzinsreserve - wenn diese nicht für Arbeiten im Haus benötigt wird - um ein Einkommen der Vermieter handelt, soll dieses auch versteuert werden. Eine Überwälzung dieser Steuer auf die Mieter wurde von den Mieterschützern von jeher scharf kritisiert. Justiz- und Finanzminister wurden bereits durch einen Entschließungsantrag des Nationalrates zu einer Neuregelung bis Herbst 1997 aufgefordert; die neuerliche Verzögerung durch Michalek sei daher abzulehnen. "Mit Edlingers Entwurf gäbe es nun endlich einen brauchbaren Vorschlag zur Beseitigung dieser untragbaren 40 Prozent- Entnahmemöglichkeit", so Ruth Becher. Die "Steuerüberwälzung" auf die Mieter müsse endlich ein rasches Ende finden.

Rückfragen & Kontakt:

Mietervereinigung
Tel.: (01) 40 185/34

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MVO/OTS