Neuer Weltstandard UMTS/IMT-2000 als Meilenstein der Mobilkommunikation

Wien (OTS) - Die International Telecommunication Union (ITU) präzisiert den Fahrplan ins mobile Jahrtausend. Anfang Juli wurde der Weltstandard UMTS/IMT2000 (International Mobile Telecommunications System) beschlossen. Dieses System integriert alle weltweiten Mobilfunkstandards, vom europäischen GSM bis hin zum amerikanischen und japanischen. Sämtliche Kommunikationsdienste, wie GSM 900 und 1800, Satellitenkommunikation, Pagingsysteme, Schnurlosanwendungen und auch das Internet sind in der neuen Technologie zusammengefaßt. Datenübertragungsraten von 2 Mbit/Sekunde, dem 32-fachen der heutigen ISDN-Verbindungen, werden möglich. Schon heuer sollen nationale Behörden in den EU-Ländern mit der Lizenzvergabe beginnen, in bereits vier Jahren sollen in Europa die ersten Netze zur Verfügung stehen. Die Mobilkom Austria AG fordert daher auch für Österreich rasche gesetzliche Rahmenbedingungen, um mit den Planungen beginnen zu können.

Heute stellte die ITU in Genf gemeinsam mit der Mobilkom Austria AG österreichischen Medien den Fahrplan für die dritte Generation im Mobilfunk im Detail vor. Sämtliche Kommunikationsdienste, wie GSM 900 bzw. 1800, Satellitenkommunikation, Pagingsysteme, Schnurlosanwendungen und auch Internet werden in der neuen UMTS/IMT-Technologie zusammengefaßt werden.

Schon heuer sollen nach den Zielvorgaben der Europäischen Kommission die nationalen Regulierungsbehörden mit der Vergabe von Lizenzen beginnen. Denn ohne rasche und klare gesetzliche Rahmenbedingungen hinsichtlich Lizenzvergabe und Frequenzplanung kann eine Planung in den einzelnen Ländern nicht begonnen werden. Boris Nemsic, Netzplaner der Mobilkom Austria AG, sieht einen akuten Handlungsbedarf für die Regulierungsbehörde, noch heuer das Lizensierungsverfahren zu starten. Die Einführung von UMTS/IMT bedeutet für die Netzbetreiber höhere Investitionen, als für die GSM-Netze notwendig waren. Immerhin gehtes bei den neuen Netzen in Österreich um einen Investitionsrahmen von ca. 60 Milliarden Schilling .

Laut Dr. Theodor Irmer, Leiter der Abteilung Standardisierung der ITU, wird erwartet, "daß die Normung des gemeinsamen Weltstandards IMT bis zum Jahre 2000 abgeschlossen sein wird. Mit dem Beginn der Kommerzialisierung in Europa wird man in spätestens vier Jahren rechnen können. Bereits im Jahr 2002 sollte demnach über das Mobiltelefonals Multimedia-Terminal zum Beispiel Surfen im Internet, interaktives Einkaufen, Online Banking, usw. möglich sein."

Mit dem IMT-Standard zur drahtlosen Informationsgesellschaft

Durch diesen neuen Standard wird der Mobilfunk in vielen neuen Bereichen Verwendung finden. "Wir entwickeln uns zu einer Informationsgesellschaft, der Arbeitsplatz der Zukunft wird nicht mehr ausschließlich verkabelt, sondern auch drahtlos erreichbar sein. Die Endgeräte werden direkt über Funkschnittstellen angebunden, Firmennetze und Info-Systeme werden nach neuen Regeln funktionieren", so Irmer von der ITU.

Dadurch werden auch völlig neue Arbeitssituationen möglich. Die Mitarbeiter können von zu Hause aus arbeiten, denn sie sind mit dem Firmennetzwerk verbunden und haben vollen Zugriff auf alle wichtigen Datenbanken. Möglich wird das vor allem durch neue Trägernetze und eine neue revolutionäre Funkschnittstelle, die eine Datenübertragungsrate von 2 Mbit/Sekunde zwischen allen mobilen und festen Netzen erlauben. Damit steigt die Effizienz und Kapazität der Netze, gleichzeitig wird die Sendeleistung verringert, was kleinere Endgeräte möglich macht.

Die Mobilkom Austria AG ist bei verschiedenen Forschungsinitiativen zum Thema UMTS/IMT 2000 tätig, wie dem UMTS-Forum oder der UMTS-Kooperation mit der TU Wien und dem Forschungs- und Technologiezentrum Wien (FWT). Erforscht werden z.B. im FWT Technologien zur Weiterentwicklung des Internets, intelligente Netzwerke oder Technologien für interaktive Multimedia-Anwendungen und intelligente Antennen für zukünftige Handy- Generationen.

Im kommenden Herbst startet die Mobilkom eine Informationsinitiative über die Chancen und Möglichkeiten, die sich durch die neuen Mobilfunktechnologie UMTS/IMT 2000 für Österreichs Wirtschaft und Gesellschaft ergeben.

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MOBILKOM AUSTRIA AG
Ing. Martin Bredl,
Pressesprecher,
Tel: (1) 331 61-27 00

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