DER RECHNUNGSHOF HAT ÄRGER MIT DER STATISTIK

Aufgrund des Bezügebegrenzungsgesetzes muß eine Erhebung der durchschnittlichen Einkommen der Gesamtbevölkerung einschließlich der Sozial- und Sachleistungen, getrennt nach Branchen Berufsgruppen und Funktionen durchgeführt werden, die derzeit österreichweit für Ärger bei den Betroffenen sorgt.

Wien (OTS) - Das Bezügebegrenzungsgesetz verlangt vom
Rechnungshof, daß er einen Bericht über die durchschnittlichen Einkommen der Gesamtbevölkerung einschließlich der Sozial- und Sachleistungen, getrennt nach Branchen Berufsgruppen und Funktionen vorlegt. Der Rechnungshof muß erstmals im Jahr 1998 dem Nationalrat, dem Bundesrat und den Landtagen über die Einkommensverhältnisse der Jahre 1996 und 1997 berichten. Das Gesetz schreibt überdies vor, daß der Einkommensbericht "solange die hiefür erforderlichen statistischen Daten nicht zur Verfügung stehen, auf Grund von Gutachten von Sachverständigen zu erstatten ist".

Der Rechnungshof war daher zur Erfüllung dieser Ð im übrigen von ihm alles andere als gewünschten Ð Aufgabe gezwungen, ein Sachverständigengutachten einzuholen. Die Auswahl des Sachverständigen erfolgte gemäß der Vergaberichtlinie ÖNORM A 2050 im mehrstufigen Verfahren, wobei alle Bewerber sowohl die Verwendung von bereits verfügbaren Daten (Sekundärquellen) als auch eine Befragung von Unternehmen (Primärquellen) vorsahen.

Die Befragung hat nun unter den betroffenen Unternehmen zur Verärgerung über die hiemit verbundene Belastung geführt. Dabei wurde vor allem kritisiert, daß Ð neben den vielen anderen amtlichen Erhebungen - nun auch für den Rechnungshof Fragebögen auszufüllen sind.

Der Rechnungshof ersucht daher um Verständnis, daß er aufgrund der für ihn verpflichtenden Vorschriften gar keine andere Wahl hat, als den ihm vom Gesetzgeber erteilten Auftrag mit Hilfe von Sachverständigen bestmöglich zu erfüllen. Er richtet daher an die Betroffenen das Ersuchen, den Wunsch des Gesetzgeber - trotz des für den Rechnungshof verständlichen Unmutes über die Belastung - nach Möglichkeit zu unterstützen.

Rückfragen & Kontakt:

RECHNUNGSHOF,
Dr. Edith Goldeband
Tel.: +43(1) 711 71/8466

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