LR Votruba: Qualität der Kinderbetreuung muß im Vordergrund stehen

700 arbeitslose Kindergärtnerinnen warten auf einen Job

St. Pölten, (SPI) – ""Etwa 300 bestens ausgebildete Kindergärtnerinnen, die im Vorjahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben, warten noch immer auf eine Anstellung. Für jene etwa 400 Absolventinnen, die heuer ihre Ausbildung zur Kindergärtnerinnen abschließen, stellt sich die Situation nicht besser dar. Nur ein Bruchteil wird eine Anstellung finden, insgesamt bleiben etwa 700 Kindergärtnerinnen in Niederösterreich ohne Arbeit. Demgegenüber steht ein von LHStv. Liese Prokop forcierter Ausbau der Tagesmütter, die bei weitem nicht jene Qualität der Ausbildung genießen, wie dies bei den fertigen Kindergärtnerinnen der Fall ist", stellt SP-Landesrätin Traude Votruba fest.****

Die Forderung nach einem Ausbau der flächendeckenden Versorgung von Hortgruppen und der Kleinkinderbetreuung – wie dies LHStv. Liese Prokop kürzlich verlauten ließ – wird von den Sozialdemokraten vorbehaltlos unterstützt. Diese Forderung wird von der SPÖ NÖ schon seit Jahren vertreten. Für die Sozialdemokraten steht klar die Qualität der Kinderbetreuung im Vordergrund – und damit sind alle Institutionen, die eine solche bieten und damit auch Beschäftigung für Kindergärtnerinnen schaffen, verstärkt zu fördern!

Die vielen Ansuchen von Initiativen um Förderungen aus der Kindergartenmilliarde dokumentieren den Bedarf an Kinderbetreuungseinrichtungen. Dieser Bedarf muß gedeckt werden und wir bieten damit auch den jungen Kindergärtnerinnen wirkliche Jobperspektiven. "In vielen Fällen genügt es, bürokratische Hemmnisse zu beseitigen und den örtlichen Initiativen helfend unter die Arme zu greifen. Hier entstehen nicht nur qualitativ hochwertige Jobs, sondern auch eine qualitativ hochwertige Betreuung. Auch könnte überlegt werden, die Ausbildung der Kindergärtnerinnen entsprechend der aktuellen Jobaussichten zu flexibilisieren und damit auch für andere, weniger überlaufene Berufsbilder – keine zeitlich befristeten Initiativen - geeignet zu machen", so Votruba weiter.

Wie dramatisch die Situation für junge Kindergärtnerinnen ist, dokumentiert auch das Vorhaben, nun die Aufnahmekriterien in den Landesdienst drastisch zu ändern. So überlegt man seitens des Landes, den Parameter des Notendurchschnittes zu verschärfen. "Ein völlig falscher Weg – denn ein Notendurchschnitt ist eine ungeeignete Meßgröße für die Beurteilung von pädagogischen Fähigkeiten", stellt Votruba klar. "Die Sozialdemokraten vertreten die Hinwendung zur Prämisse der "Betreuungsqualität". Niemand wird für die Kinderbetreuung besser ausgebildet als Kindergärtnerinnen. Wenn es nun also gilt, Mittel des Bundes für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen zu verwenden, so sind unsere Kindergärtnerinnen die erste Adresse", so Landesrätin Votruba abschließend.
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