Dirnberger: Die Bereicherung der Zahnärzte hat nun endlich ein Ende

Durch neue Regelung ersparen sich Patienten jährlich 2 Mrd. Schilling beim festsitzenden Zahnersatz

Wien (OTS) - "Mund auf - Augen zu bei der Rechnung, dieses Los der Zahnpatienten geht mit der Einigung der Regierungsparteien über die Zahnkronen zu Ende", begrüßt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) die ASVG-Novelle mit dem dazugehörigen Koalitionspakt zu den Zahnambulatorien. Der schon 1992 mit der Kampagne "Wir behandeln bohrende Kosten" begonnene Kampf gegen die horrenden Kosten beim Zahnersatz sei, so Dirnberger, auf die in Österreich im Vergleich zu Westeuropa einzigartig überhöhten Preise für Zahnkronen begründet. Die Vergleiche wurden nicht etwa mit Ungarn, wohin die Patienten ins Zahnexil flüchteten, sondern zum Beispiel mit Bayern gezogen. Bei einem Geschäftsvolumen von 8 Mrd. Schilling wurden den Patienten jährlich 2 Mrd. zuviel aus den Taschen gezogen, die Zahnärzte werden auch in Zukunft genug verdienen, stellt Dirnberger klar. Wir hatten in der AK als Konsumentenschützer die Aufgabe, diese Unsitte abzustellen.

Nach dem parlamentarischen Durchbruch fordert Dirnberger nun die Ärztekammer und den Hauptverband der Sozialversicherungsträger auf, sich rasch auf verbindliche Tarife und Kostenbeteiligungen sowie den Leistungen in den Ambulatorien im Sinne der Patienten zu einigen.

Neuregelung beim Zahnersatz - eine Erfolgsstory des ÖAAB

Abschließend erinnert Dirnberger an das Zustandekommen der neuen Regelung: 1992 initiierte der niederösterreichische ÖAAB die Kampagne "Wir bahandeln bohrende Kosten" mit dem Ziel billigerer Tarife bei den Zahnkronen. Von mir wurde dann namens des ÖAAB 1995 ein diesbezüglicher Antrag in der Vollversammlung der AK-NÖ gestellt und gemeinsam mit den Sozialdemokraten angenommen. In der Folge hat dann 1995 aufgrund eines ÖAAB-Antrages die Bundesarbeiterkammer beim Sozialministerium mit einer Antragstellung die Initiaive ergriffen. Damit war eine Verbilligung bei den Zahnkronen nur mehr eine Frage der Zeit.

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