Bilanz der Pröll-Prokop-Job-Initiative

LHStv. Prokop: Daten geben uns recht

St.Pölten (NLK) - Bei einer Pressekonferenz in St.Pölten zum Thema Beschäftigung sagte heute LHStv. Liese Prokop, die Pröll-Prokop-Job-Initiative vom September 1997 habe sich als voller Erfolg erwiesen. Das Ziel, 1.000 zusätzliche Jobs innerhalb eines Jahres zu schaffen, sei bereits deutlich übertroffen worden. Bis Ende Juni wurden bei 12 verschiedenen Initativen 1.430 zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen, bis Jahresfrist werden es 1.500 sein.

Das Land Niederösterreich habe darüber hinaus fünf weitere Arbeits- und Ausbildungsprojekte beim Sozialministerium eingereicht, bei definitiver Zusage werden noch heuer 129 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. Bei diesen neuen Projekten handelt es sich um "Flying Nannies" II (40 Kindergärtnerinnen), Housekeeping und Telefit II (50 bzw. 15 Frauen), Sauber Team und Jugendkom (18 bzw. 6 Jugendliche). Die Gesamtkosten dieser Projekte belaufen sich auf 27,3 Millionen Schilling, das Land Niederösterreich und der Europäische Sozialfonds bringen 8,7 Millionen und 8,3 Millionen Schilling auf. Der Rest wird von den Trägerorganisationen gestellt.

Darüber hinaus arbeitet Niederösterreich mit einer eigenen Projektgruppe intensiv an der Umsetzung des Nationalen Aktionsplanes für Beschäftigung (NAP), der allerdings zusätzliche Finanzmittel derzeit ausschließlich für ein Auffangnetz für lehrstellensuchende Jugendliche ab November 1998 vorsieht. Hier stehen 1998 und 1999 4550 Millionen Schilling für je 660 Jugendliche in einjährigen Berufsvorbereitungslehrgängen und drei bis vierjährigen Lehrlingsstiftungen zur Verfügung. Allfällig freiwerdende Gelder müßten dabei laut Prokop zweckgebunden für eine aktive Arbeitsmarktpolitik in Niederösterreich verwendet werden.

Zur guten Konjunktur trage auch die Wohnbauförderungspolitik des Landes bei, die mit 5 Milliarden Schilling jährlich ein Investitionsvolumen von 18 Milliarden Schilling bewirke. In den vergangenen fünf Jahren wurden 115.000 Wohnungen errichtet und 27.000 Beschäftigte jährlich im Baugewerbe gesichert. Schließlich werde für einen flächendeckenden Ausbau der sozialen und sozialmedizinischen Dienste 1999 40 Millionen Schilling zusätzlich zur Verfügung gestellt, wodurch 200 Arbeitsplätze für Frauen geschaffen werden.

Als besonders wichtig erachtet Prokop eine differenzierte Vorgangsweise regionaler Lösungen um auch als Vorzeigeregion dem Bund gegenüber entsprechend aufzutreten. Immerhin ist Niederösterreich auch im Juni 1998 mit einem Plus von 5.500 Beschäftigten (- 1,1 Prozent) gegenüber dem Vorjahr österreichweit der Motor der Konjunktur. Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,7 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 6,1 Prozent. Besonders erfreulich ist die Entwicklung am Arbeitmarkt bei den Jugendlichen unter 25 Jahren. Hier verzeichnete man gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von 9,4 Prozent. Der österreichische Durchschnitt lag bei minus 1,7 Prozent. Bei Frauen hingegen liegt Niederösterreich mit einer Arbeitslosenquote von 7 Prozent genau im österreichischen Durchschnitt. Als unerfreulich bezeichnete Prokop die Entwicklung bei älteren Arbeitslosen über 50 mit einem Zuwachs von 17,9 Prozent in Niederösterreich (Österreich: +15,4 Prozent). Hier bedürfe es noch vermehrter Anstrengungen wie etwa der Ausweitung der Initiative 50.

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