Das Tierhilfswerk Austria fordert eindeutiges Klonierungsverbot von Tieren

Wien (OTS) - Die Klonierungsforschung nimmt rasanten Fortlauf.
Auch wenn die erfolgreiche Klonierung des Menschen noch umstritten ist, so hat man doch zum Ziel diese Technologie an Mensch und Tier anzuwenden.

Auch das österreichische Bundeskanzleramt bestätigt in seiner Stellungnahme bezüglich des vom THWA geforderten Klonierungsverbot von Tieren, folgendes ... "einzelne Techniken des Klonierens werden zum Teil schon erfolgreich zu landwirtschaftlichen Zuchtzwecken verwendet. Insbesondere der Embryotransfer wird bereits im größeren Umfang im Rahmen der Tierzucht eingesetzt."

Monika Zöhrer, Sprecherin des THWA, sieht darin ihre berechtigte Befürchtung, daß das Klonen von Tieren unter anderem ein gewaltiger Schritt hin zur Massentierhaltung sein wird, bestätigt. Deshalb fordert das THWA ein eindeutiges Klonierungsverbot von Tieren und leitete im Zuge dessen eine gleichnamige Bürgerinitiative ein, die am 1. Juli vom Petitionsausschuß an den Gesundheitsausschuß weitergeleitet wurde.

Interessant dazu sind die eingeholten Stellungnahmen. Einhellig kommt man zu dem Schluß, daß eine bundesgesetzliche Regelung gerechtfertigt ist, wenn nicht sogar die Schaffung eines eigenen neuen Bundesgesetzes. Das Wissenschaftsministerium bestätigt, daß eine Regelung des Klonierens von Tieren, verankert im Tierversuchsgesetz, unzureichend ist.

Sowohl das Bundeskanzleramt als auch das Wissenschaftsministerium erachten es als durchaus sinnvoll, ein eigenes Bundesgesetz, welches sich kompetenzrechtlich auf die Bundesaspekte der jeweiligen Querschnittsmaterie stützt, zu schaffen.

Im Zuge einer vorangegangenen Umfrage des THWA sprach sich Bundesministerin Mag. Prammer für ein Klonierungsverbot von Tieren sowohl in Landwirtschaft als auch Industrie aus und Bundesminister Mag. Molterer versprach, sich für ein mehrjähriges Moratorium einzusetzen: ... "ich bin der Meinung, daß ein mehrjähriges Moratorium notwendig ist, das sowohl der Politik als auch der Wissenschaft die Möglichkeit gibt, ... die Dinge gründlich zu analysieren und Konsequenzen zu ziehen. Das heißt vor allem tragfähige rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen." Auch ÖkR Schwarzenberger, Präsident des österreichsichen Bauernbundes, sieht in der Klonierung von Tieren eine "...offensichtliche wissenschaftliche Spielerei und die Bauern sehen dafür in absehbarer Zeit keine Notwendigkeit." Sowohl die Grünen, die Freiheitlichen als auch Teile der SPÖ lehnen das Klonen von Tieren vehement ab und fordern entsprechende Regelungen.

Das TIERHILFSWERK AUSTRIA fordert deshalb alle politischen Entscheidungsträger auf, die Gelegenheit für Österreich eine Vorreiterrolle wahrzunehmen und als erstes europäisches Land ein KLONIERUNGSVERBOT VON TIEREN zu schaffen!

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Tierhilfswerk Austria
Tel.: 02243-229 64

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