EU-Kandidat Ungarn bietet großes Marktpotential

Österreichs Marktanteil liegt unangefochten bei 10 Prozent - Warenhandel und Wirtschaftsverflechtung steigen rasch

Wien (PWK) - In Ungarn wird es durch einen EU-Beitritt (der schon
ab 2002 möglich ist) zu einem neuerlichen starken Wirtschaftsaufschwung kommen, ist sich Nikolaus Seiwald, Ungarn-Referent der Wirtschaftskammer Österreich, sicher. Die heimischen Firmen seien auf diese Entwicklung voll eingestellt, das Interesse an einer wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit Ungarn ungebrochen. Vor allem kleinere und mittlere österreichische Unternehmen treten jetzt verstärkt als Investoren auf. Österreich ist mit über 5.500 Niederlassungen und einem Gesamtkapital von rund 25 Mrd. Schilling der drittgrößte Auslandsinvestor in Ungarn (nach Deutschland und den USA). ****

Ungarn ist das Land, in dem Österreich mit über zehn Prozent seinen weltweit gesehen höchsten Marktanteil hält, so Seiwald. Die Exporte, die im Vorjahr um 44 Prozent auf 35 Mrd. Schilling angestiegen waren (wodurch Ungarn die Schweiz von ihrem traditionellen dritten Platz in der Weltrangliste der österreichischen Absatzmärkte verdrängte), haben im ersten Jahresdrittel 1998 um weitere 16 Prozent zugelegt. Überdurchschnittlich entwickeln sich auch die Importe aus Ungarn:
nach dem 28-prozentigen Anstieg 1997 (auf 24 Mrd. Schilling) wuchsen sie im Jahresdrittel 1998 um weitere 18 Prozent.

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Dr. Nikolaus Seiwald

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