Schittenhelm: EU–Präsidentschaft Österreichs ist große Chance für unser Bundesland

NÖ wird seine Forderungen einer Erweiterung gut positionieren

Niederösterreich, 16.7.98 (NÖI) "Den Vorsitz Österreichs in der Europäischen Union wird Niederösterreich nützen, um seine Forderungen zu positionieren. Ich sehe darin eine große Chance für unser Bundesland. Da Niederösterreich von allen Bundesländern von einer EU–Erweiterung am meisten betroffen ist, werden wir uns dieses Themas besonders annehmen. Die Erweiterung der EU darf nämlich nicht als Horuck–Aktion, sondern nur in einem Zeitplan mit Augenmaß und Sensibilität erfolgen", erklärte die Europasprecherin der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Dorothea Schittenhelm.****

Die wichtigste Bedingung, die wir einfordern, ist die uneingeschränkte Anwendung der Kopenhagen–Kriterien. Dazu zählen Fragen der Rechtsstaatlichkeit, der Menschenrechte, der Demokratie und der Marktwirtschaft. Darüber hinaus müssen die Standards der beitrittswilligen Länder an die westlichen Standards herangeführt werden. So zum Beispiel das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner,
die sozialen Standards und die Umweltstandards. So etwas kann
nicht von heute auf morgen erfolgen - dazu bedarf es einer entsprechenden Vorbereitungsphase, so Schittenhelm.

"Niederösterreich wird dem Erweiterungsprozeß sicherlich nicht ablehnend entgegenstehen, sondern seine Mithilfe anbieten. Eine wesentliche Chance der Erweiterung ist nämlich die politische Stabilität, die Ausdehnung wirtschaftlichen Wohlstandes und ein reger kultureller Austausch mit dem östlichen Europa. Wir werden die Chancen einer Erweiterung nützen und die Risiken so weit wie möglich ausschalten", betonte Schittenhelm.
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