Nach Trockenlegung und Neuaufstellung:

NÖ Museum für Volkskultur wird wiedereröffnet

St.Pölten (NLK) - 1985 war das NÖ Museum für Volkskultur im Meierhof Groß-Schweinbarth erstmals eröffnet worden, die feuchten Mauern stellten sich aber bald als unüberwindliches Hindernis heraus. Nach Trockenlegung und Neuaufstellung in den vergangenen Jahren wird das Museum jetzt wiedereröffnet: Es ist ab 28. Juli wiederum täglich außer Montag von 9 bis 17 Uhr zu besichtigen.

Die feuchtigkeitsbedingte Schließung und Neuaufstellung bot die Chance, die Schwerpunkte des Museums zeitgemäß zu ändern: Jetzt nimmt ein wichtiger Ausstellungsteil Bezug auf das Bauwerk selbst. Der Meierhof war im 17. Jahrhundert für die Forstverwaltung der Herrschaft Abendsperg und Traun errichtet worden und bildete zusammen mit dem Schloß, dem Hofspital, dem Hofkeller und dem Herrschaftsziegelofen einen regelrechten "Meierhofbezirk". In diesem Ausstellungsteil erfährt man nicht nur Historisches, sondern lernt auch, wie die Wechselbeziehung zwischen Herrschaft und Untertänigkeit entstand und welche Rechte und Pflichten der Adel hatte.

Das Museum dient vor allem der Darstellung für Volkskultur des größten österreichischen Bundeslandes. Man sieht bemalte Möbel aller Landschaftsteile ebenso wie die vielfältigen Zeugnisse häuslicher Andacht, zudem gewinnt man Einblicke in die bäuerliche Wohnkultur. Handwerk und Gewerbe sowie die Zünfte werden anhand exemplarischer Ausstellungsstücke dokumentiert, der Bogen wird zum Jahres- und Lebensbrauchtum in Niederösterreich gezogen. Einige besondere Gegenstände können erstmalig gezeigt werden: z.B. eine Weihnachts-und eine Fastenkrippe aus der Barockzeit und die Schleierlegende, dargestellt in einer Holzplastik. Im linken Museumsteil wird jetzt die gesamte Vielfalt an Tracht und Kleidung in den verschiedenen Landesteilen dokumentiert. Als bedeutendste Neuerung gilt der aus der Renaissancezeit stammende Poysdorfer Fund, der neben Büchern und Zinngeschirr auch Kleidungsstücke aus dieser Zeit enthält. Im Innenhof werden außerdem landwirtschaftliche Geräte und Fuhrwerke gezeigt.

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