0,5 PROMILLE-GRENZE HAT SCHON 50 MENSCHENLEBEN GERETTET !

Wien (OTS) - Unter Einrechnung der Dunkelziffer wurden heuer schon rund 50 Menschenleben im Gefolge der 0,5 Promille-Grenze gerettet -Erstes Halbjahr bestätigt positive Erwartungen - 30% mehr Alkotests, 16% weniger Anzeigen - Zahlen des Innenministeriums bestätigen:
Positive Entwicklung mit Abschreckungstendenz hält an

Allen Unkenrufen aus einigen Bundesländern zum Trotz bestätigt das Innenministerium durch die Veröffentlichung der Zahlen des ersten Halbjahres 1998 die positive Auswirkung der 0,5 Promille-Grenze auf das Verkehrs- und Unfallgeschehen auf Österreichs Straßen: Die Berichte über das Nachlassen der Wirkung der 0,5 Promille-Grenze auf das Trinkverhalten zahlreicher KfZ-Lenker finden in einer umfangreichen Statistik des BMI, gestützt auf Daten der Bundespolizeidirektionen und Landesgendarmeriekommanden, keine Bestätigung.

Die wichtigsten Details:

· Die Zahl der Alkotests ist im ersten Halbjahr von 45.783 im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 59.551 oder um 30,1% gestiegen · Die Zahl der Anzeigen ist demgegenüber von 23.957 auf 19.969, oder um 16,6%gesunken · Die Zahl der Führerscheinabnahmen sank von 14.186 auf 11.003, oder um 22,4% · Gewaltiger Rückgang der Anzeigen mit Alkoholwerten von 0,8 Promille und darüber (16.397 gegenüber 23.957 oder minus 31,6%) · Beachtlich ist vor allem der Rückgang der Todesopfer durch Alkohol am Steuer: Gab es im Vorjahr von Jänner bis Juni noch 45 Tote durch Alkohol am Steuer, waren es heuer im selben Zeitraum "nur" 24 laut offizieller Statistik, das bedeutet praktisch eine Halbierung. Rechnet man die aus Studien belegte Dunkelziffer ein, kommt man auf eine Reduktion von 50 Toten.

Damit sind wohl Aussagen einzelner Politiker der letzten Tage, die 0,5 Promille-Grenze sei nicht nötig gewesen und die strengere Überwachung der 0,8 Promille-Regelung hätte den gleichen Effekt gehabt, widerlegt.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hält derartige Aussagen für gefährlich und kontraproduktiv. Solche Äußerungen von Politikern können nur dazu beitragen, die Wirkung der höchst erfolgreichen 0,5 Promille-Grenze zu schwächen und sind nicht positiv für die Hebung der Verkehrssicherheit in Österreich.

Sicherlich läßt da und dort die Anfangswirkung nach, diesen Effekt konnte man aber auch bei allen anderen maßgeblichen Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie z.B. dem Gurt beobachten. Auf lange Dauer ist jedoch ein signifikantes Sinken der Unfallzahlen zu beobachten. Diese Erfahrungen sind im In- und Ausland wissenschaftlich belegt.

Das KfV meint, daß Fakten genug am Tisch liegen, um die vorläufige Kritik an der 0,5 Promille-Grenze zu beenden. Oder ist die "Einsparung" von 50 Toten kein Fakt? Für die Beobachtung eines langfristigen Trends muß lauf KfV zumindest ein Jahr abgewartet werden.

Rückfragen & Kontakt:

Abt. f. Öffentlichkeitsarbeit /
Herbert Koczera Tel.: 71770 - 122 DW e-Mail:
oeffentlichkeitsarbeit@kfv.or.at Web: http://www.kfv.or.at

Kuratorium für Verkehrssicherheit

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KFV/OTS