Keusch: ÖBB-Versprechen nach raschem Einsatz der modernen Doppelstockwaggons muß eingehalten werden

ÖBB modernisiert Personenwagen – jedoch keinen für Niederösterreich

St. Pölten, (SPI) - Die ersten hochmodernen Garnituren der neuen CRD-Wendezüge und der Doppelstockwaggons werden von der Firma SGP ausgeliefert und einige stehen in den Werkstätten der Österreichischen Bundesbahnen aufgrund von Personalengpäßen "auf Halde". So stehen die dringend benötigten modernen Garnituren für den Schüler- und Pendlerverkehr nicht zur Verfügung und die vielfach veralteten Pendlergarnituren auf den Nahverkehrsstrecken können nicht ersetzt werden", stellt der Amstettner SP-Landtagsabgeordnete Eduard Keusch heute fest.****

Wie dringend diese Forderung ist, zeigt die aktuelle Situation auf der Strecke Amstetten - Kleinreifling. Dort ist bei Regionalzügen kürzlich eine Lok Baureihe 1040 "in Dienst" gestellt worden, die nicht einmal die Fahrplangeschwindigkeit von 100 Stundenkilometer erreicht. Eine kürzlich eingeführte "Verbesserung" - eine Personenverkehrsgarnitur 4030 - stammt aus den 60er Jahren und ist damit zumindest 10 Jahre jünger. Dies kann´s doch wohl nicht gewesen sein! Derzeit renovieren die ÖBB 660 ältere Waggons, wobei jedoch kein einziger für Niederösterreich vorgesehen ist. Hier haben die Bundesländer Burgenland und Kärnten "die Nase vorn", wo die modernisierten Personenwagen zum Einsatz kommen sollen. "Hier sollte die ÖBB einmal aufklären, warum das größte Bundesland nicht auch in den Genuß einer Modernisierung des rollenden Materials kommen darf", fordert Keusch.

"Auch muß der verantwortliche Landesverkehrsreferent LH Dr. Erwin Pröll einmal mehr angehalten werden, bei dem für den Personenverkehr zuständigen Vorstandsdirektor der ÖBB und ehemaligen Pröll-Mitarbeiter, Stindl, die planmäßige Fertigstellung der modernen Doppelstockwaggons einzumahnen. Die ersten 40 bis 50 Doppelstockgarnituren sollen laut Plan nächstes Jahr auf der Westbahn bis nach Amstetten zum Einsatz kommen. Das Land bezahlt schließlich einen maßgeblichen Anteil der Anschaffungskosten und sollte daher besonders auf eine entsprechende Vertragserfüllung achten", so Keusch abschließend.
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