Presseinformation

Wien (OTS) - Die Auswahlkommission des Österreichischen Filminstituts - Helmut Grasser, Alexander Horwath, Heide Kouba, Heinz Schallgruber, Harald Sicheritz und diverse Ersatzmitglieder -resúmierten ihre Erfahrungen der ersten Sitzungstermine und haben diese in einem Schreiben Herrn Bundeskanzler Mag. Klima und Herrn Staatssekretär Dr. Wittmann mitgeteilt:

"Die Referenzfilmförderung scheint sich zu einem höchst interessanten Instrumentarium für erfolgreiche Produzenten und Regisseure zu entwickeln, erhöht aber durch die Halbierung des Förderungsbudgets enorm den Druck auf die Entscheidungen der Auswahlkommission.

Die Anzahl und Qualität der eingereichten Vorhaben sprengt deutlich den Rahmen der budgetären Möglichkeiten.

Längerfristig zu finanzierende Vorhaben, österreichische Minderheitskoproduktionen etc. werden zugunsten von aktuell realisierbaren Projekten an den Rand des Förderungsgeschehens gedrängt.

Die derzeit katastrophale Auftrags- und Beschäftigungssituation der österreichischen Filmwirtschaft bricht ungebremst auf den Förderungsbereich herein, während in europäischen Partnerländern fast gegenläufige Aufbruchsstimmung zu verzeichnen ist.

Eine deutliche Erhöhung der Filmförderungsmittel erscheint nicht nur dringend geboten, sondern muß als unumgängliche Notmaßnahme verstanden werden. Andererseits steht außer Zweifel, daß ein solcher Schritt unbedingt geeignet wäre, das österreichische Filmschaffen sofort wieder auf gesamteuropäischen Erfolgskurs zu bringen.

Die Auswahlkommission unterstützt uneingeschränkt die diesbezüglichen Bemühungen und Aufrufe der Filmwirtschaft."

Die Mitglieder der Auswahlkommission ersuchten den Herrn Bundeskanzler und den Herrn Staatssekretär sich der dargestellten Probleme anzunehmen.

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Mag. Gerhard Schedl
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Österreichisches Filminstitut

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