Jänner - Mai 1998: 20% weniger Verkehrstote - Halbierung bei Alkohol-Toten !

Wien (OTS) - KfV: Bis Ende März 98 betrug der Rückgang der Verkehrstoten noch rund 25%, bis Ende April nur mehr 14% und bis Ende Mai nun 20% - Gesamtzahl der Unfälle nur um 2,6% gesunken

Ohne zusätzliche Maßnahmen droht der positive Trend zu verflachen

Dem Rückgang der Getötetenzahl im Straßenverkehr bis Ende April betrug nur mehr 14%, nachdem die Bilanz bis Ende März 98 mit einem Wert von knapp 25% Minus noch recht günstig aussah. Bis Ende Mai 98 ergibt sich jetzt ein Wert von minus 20% Toten, oder ein Rückgang um 78 von 393 auf 315.

Die positive Tendenz der ersten drei Monate könnte also verflachen, auch wenn mit dem aktuellen Wert von 20% die rückläufige Tendenz, die sich im Vormonat abzeichnete, vorerst gestoppt scheint.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit weist darauf hin, wie wichtig es ist, aktive Verkehrssicherheitsarbeit zu leisten. Die Einführung von international erfolgreichen Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie ein Punkteführerschein-System, Fahren mit Licht am Tag, sowie intensive Aufklärungsarbeit - z.B. Aktion "Gurt sei Dank", Aktion "Känguruh" - und intensive Überwachung sind notwendig, um die Unfallzahlen dauerhaft zu senken.

Weniger Alkohol am Steuer: Beachtlich ist vor allem der Rückgang der Todesopfer durch Alkohol am Steuer: Gab es im Vorjahr von Jänner bis Mai noch 42 Tote durch Alkohol am Steuer, waren es heuer im selben Zeitraum "nur" 20, das bedeutet praktisch eine Halbierung.

Trotzdem ist Alkohol am Steuer noch immer eine gewichtige Unfallursache. Insgesamt war bei 722 Unfällen Alkohol im Spiel, 1.006 Menschen wurden dabei verletzt, im Vorjahr waren es 887 Unfälle mit 1.279 Verletzten. Das entspricht einem Rückgang der Alkoholunfälle um 18,6% und einem Rückgang der Verletzten um 21,3%.

Von Jänner bis Mai ereigneten sich 12.930 Unfälle mit Personenschäden, dabei wurden 16.868 Personen verletzt und 315 getötet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang der Zahl der Unfälle um 2,6%, die Zahl der Verletzten ist um 3,3% gesunken, jene der Getöteten um 19,8%.

In der Woche vom 6. Juli bis zum 12. Juli 1998 sind nach vorläufigen Zahlen insgesamt 13 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben (Im Vorjahr: 24). Darunter befinden sich 7 PKW-Insassen, 2 Motorrad Lenker, 1 Mopedlenker 1 Radfahrer und 2 Fußgänger. Am zweiten Wochenende mit verstärktem Reiseverkehr wegen des Ferienbeginns in Westösterreich sind 7 Menschen auf der Straße tödlich verunglückt, im Vergleich dazu waren es im Vorjahr 13.

Hauptunfallursache ist Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit (6), Vorrangverletzung (1), Unachtsamkeit (1), Übermüdung (1), und das Fehlverhalten eines Fußgängers (1). Die Ursache von 3 tödlichen Unfällen ist noch unklar.

1 getöteter PKW-Fahrer war nicht angegurtet, 1 Motorradlenker war ohne Helm unterwegs.

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