Integratives Qualitätsmanagement als touristisches Erfolgsrezept

Neue strategische Ansätze für die Tourismuspolitik - Diskussion bei Europäischem Tourismusforum in Mayrhofen

Wien (PWK) - Touristisches Mengenwachstum ist in Europa weitgehend nur mehr im Verdrängungswettbewerb erzielbar. Das für Österreich angestrebte Qualitätswachstum erfordert neben der Leistungsoptimierung neue integrative Managementansätze. Darunter ist das synergetische Zusammenführen von "soft-" und "hardware, interdisziplinäres Denken und ein dazupassendes Organisationsverhalten zu verstehen, erklärte der Geschäftsführer des Fachverbandes Hotellerie, Dr. Michael Raffling, Samstag vormittag in seiner Eigenschaft als Berichterstatter der Diskussionsrunde über "Integriertes Qualitätsmanagement: Strategische Ansätze für die Tourismuspolitik" zum Abschluß des Europäischen Tourismusforums in Mayrhofen. ****

Das Ziel dabei, so Raffling weiter, soll eine umweltverträgliche Tourismusentwicklung sein, die sich durch Qualität auszeichnet. Umweltmanagement muß dabei ein integrierter Bestandteil des Qualitätsmanagements sein. Zu einem qualitativen und integrierten Tourismus gehört einerseits die kulturelle Integration im weitesten Sinn. Andererseits sollte es ein Anliegen sein, die europäische Vielfalt zu erhalten. Dies verlangt u.a. eine bessere Koordination von Großvorhaben.

Nicht nur natürliche und kulturelle Ressourcen sowie die materielle und institutionelle Infrastruktur definieren die Qualität, sondern besonders auch der menschliche Faktor. "Ein integrativer Qualitätsansatz ist dann glaubwürdig, wenn auch die Komplexität des Tourismus akzeptiert wird. Technokratisches Management hat seine Grenzen. Es gilt das gesunde Maß der Dinge. Es gibt keine fertige Rezeptur", faßte Raffling zusammen. Integriertes Qualitätsmanagement bedeute Veränderung in einem möglichst dynamischen Prozeß mit ständiger Selbstreflexion.

Bei Veränderungsbereitschaft und vorausschauendem Denken bieten sich auch den "Kleinen" große Chancen, speziell in der Qualitätsorientierung. Dazu bedarf es einer geeigneten Mittelstandspolitik für den Tourismus. Integratives Qualitätsmanagement erfordert auch eine stärkere Professionalisierung der Manager und Mitarbeiter auf allen touristischen Ebenen.

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Dr. Michael Raffling
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Fachverband Hotellerie

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