Österreichische Baha'i-Gemeinde erhält Rechtsstatus

Baha'i-Specherin: "Baha'i leben heute in Österreich in 164 Städten und Orten"

Wien (OTS) - Die österreichische Baha'i-Gemeinde wird nun nach dem neuen Religionsgesetz als religiöse Bekenntnisgemeinschaft mit Rechtspersönlichkeit staatlich eingetragen. Eine entsprechende Entscheidung hat das Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten am vergangenen Freitag erlassen. "Mit der Zuerkennung dieses Rechtsstatus wird nicht zuletzt auch das Engagement der österreichischen Baha'i-Gemeinde für den Abbau von Vorurteilen, seien sie religiöser, ethnischer oder sozialer Art, gewürdigt", sagte Ottilie Käfer, geschäftsführende Sekretärin der Baha'i-Gemeinde in Österreich.

Die österreichische Baha'i-Gemeinde hat schon vor über zehn Jahren den Antrag auf Anerkennung nach dem alten Religionsgesetz aus dem Jahre 1874 gestellt. Seitens des Kultusamtes verwies man aber auf die noch zu geringe Zahl der Baha'i in Österreich und auf die Ausarbeitung des neuen Religionsgesetzes, das unterdessen in Kraft getreten ist.

Die im 19.Jahrhundert im Iran von Baha'u'llah (1817-1892) gestiftete Baha'i-Religion - eine selbständige Offenbarungsreligion und die jüngste der Weltreligionen - zählt heute rund sechs Millionen Anhänger in über 190 Ländern und Inselgruppen der Welt. Sie entstammen über 2000 verschiedenen ethnischen Gruppen, ihre Literatur ist in über 800 Sprachen übersetzt. Die österreichische Baha'i-Gemeinde, die nun seit über acht Jahrzehnten besteht, zählt heute rund 1.200 Mitglieder, die in 164 Städten und Orten vom Burgenland bis Vorarlberg leben. "Als loyale Staatsbürger wollen die Baha'i integrativ und stabilisierend in der Gesellschaft wirken, Trennendes überwinden und die Einigkeit in allen Bereichen menschlichen Lebens fördern", unterstreicht die Baha'i-Sprecherin wesentliche Ziele der Baha'i-Religion.

Die Baha'i glauben an den göttlichen Ursprung aller Hochreligionen und sehen in den Lehren Baha'u'llahs einen Weg für die Menschheit zu Frieden und Einheit. "Die Erde ist nur EIN Land und alle Menschen sind seine Bürger", verkündete Baha'u'llah und rief damit schon vor über hundert Jahren zu einer globalen Loyalität der Staaten der Welt auf.

In diesem Sinne arbeitet die internationale Baha'i-Gemeinde, die beratenden Status bei den Vereinten Nationen hat,in UNO-Projekten in den Bereichen Menschenrechte, Erziehung, Umwelt und Sozial- und Gesundheitswesen sowie Gleichberechtigung von Mann und Frau mit.

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