Österreichische Exportoffensive für Spitalsbedarf in Brasilien

Erfolgreiche Erstbeteiligung an der HOSPITALAR in Sao Paulo - Brasilienexport erreichte 1997 vier Mrd.Schilling

Wien (PWK) - Vielversprechende Geschäftskontakte konnten die
sieben österreichischen Firmen knüpfen, die sich kürzlich an der größten Fachmesse Südamerikas für Spitals- und Laborbedarf, HOSPITALAR in Sao Paulo beteiligten, berichet Herrmann Essl von der Wirtschaftskammer Österreich. Die von der WKÖ organisierte erstmalige österreichische Gemeinschaftsausstellung wurde aus Mitteln der Exportoffensive der Bundesregierung finanziert. Aufgrund des Erfolges ist auch für die nächstjährige HOSPITALAR eine Österreich-Beteiligung geplant. ****

Der Gesundheitssektor ist ein rasch expandierender Zweig der brasilianischen Wirtschaft, so Essl. 1997 betrugen die Ausgaben für das Gesundheitswesen rund 40 Mrd Schilling. Für die nächsten Jahre wird mit jährlichen Steigerungsraten von 12 Prozent gerechnet. Etwa die Hälfte des Bedarfs wird durch Importe abgedeckt. Wenn auch ein großer Teil dieser Importe aus den USA kommt, so ergeben sich doch auch für europäische Lieferanten gute Möglichkeiten (Essl).

Mit rund 160 Mio Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von 10.000 Mrd Schilling liegt Brasilien gemessen an der Wirtschaftskraft weltweit an achter Stelle.

Österreichs Gesamtausfuhren nach Brasilien sind in den letzten sechs Jahren um mehr als das Sechsfache gestiegen, meldet Handelsdelegierter Franz Dorn aus Sao Paulo. 1997 nahmen sie um 32 Prozent zu und erreichten das Rekordergebnis von vier Mrd Schilling. Brasilien ist damit Österreichs fünftgrößter Absatzmarkt außerhalb Europas - nach den USA, Kanada und Japan und China.

Mehr als 70 Prozent der Exporte entfallen auf Maschinen und Fahrzeuge, wobei Zulieferungen für die Automobilindustrie einen besonders wichtigen Posten darstellen. Chemische Erzeugnisse (vor allem medizinische und pharmazeutische Produkte) tragen mit rund 12 Prozent zum Gesamtergebnis bei.

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Dr. Walter Höfle, Dr. Hermann Essl

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