Aus einer in The Lancet veröffentlichten Studie geht hervor: Anti-Thrombozyten Antikörper erhöht deutlich die Sicherheit beim Stent an Herzpatienten

Cleveland (ots-PRNewswire) - Der Einsatz des Anti-Thrombozyten Antikörpers Abciximab (ReoPro) an Patienten, die einem Stent und einer Ballon-Agioplastik unterzogen werden, senkt das Risiko von Todesfällen, Herzinfarkten und Notfall-Revaskularisierung um die Hälfte - das geht aus einer in The Lancet (Ausgabe vom 11. Juli) veröffentlichten Studie hervor.

"In diesem Jahr werden sich weltweit ca. 500.000 Patienten einem Stent unterziehen, um Blockaden in der Herzarterie zu beseitigen und Angina Pectoris zu lindern, und diese Zahl wird sich voraussichtlich in den nächsten Jahren noch erhöhen", sagte Eric J. Topol, M.D., Leiter der Studie und Chef der Kardiologie an der Cleveland Clinic. "Eine Reduzierung der Todesfälle oder schwerer Herzinfarkte bei diesen häufig angewendeten Verfahren um mehr als 65 % bedeutet einen großen Vorteil."

Bei den klinischen Versuchen, unter der Bezeichnung EPISTENT (Evaluation of IIb/IIIa Platelet Inhibitor for Stenting) bekannt, untersuchten die Forscher an der Cleveland Clinic 2.399 Patienten, die sich einem Herzstent oder einer Ballon-Angioplastik unterzogen. An insgesamt 63 Standorten in den Vereinigten Staaten und Kanada wurden Patienten nach dem Zufallsprinzip einem Stent mit dem Anti-Thrombozyten Antikörper ReoPro , einem Stent mit Placebo oder einer Ballon-Angioplastik mit ReoPro zugeteilt. Alle Patienten erhielten die üblichen Blutverdünner Aspirin und Heparin.

Aus der Studie geht hervor, daß 5,3 % der Patienten in der Stent/ReoPro Gruppe innerhalb von 30 Tagen nach Beginn des Verfahrens die Studie aus den drei hauptsächlichen Gründen beendeten (Tod, Herzinfarkt oder Notfall-Bypass oder Angioplastik). Dem stehen 10,8 % von Patienten in der Stent/Placebo-Gruppe und 6,9 % in der Angioplastik/ReoPro Gruppe gegenüber.

Außerdem starben 3 % in der Stent/ReoPro Gruppe oder erlitten einen schweren, nicht tödlichen Herzinfarkt, verglichen mit 7,8 % in der Stent/Placebo Gruppe und 4,7 % in der Angioplastik/ReoPro Gruppe.

"Diese Studie zeigt im wesentlichen die Entstehung einer neuen Standardbehandlung für Patienten, die sich einem Herzstent unterziehen", sagte Dr. Topol. "Um Todesfälle oder schwere Herzinfarkte zu vermeiden, ist ein Stent, kombiniert mit dem Einsatz einer besseren Anti-Thrombozyten-Therapie, sicherlich dem alleinigen Stent vorzuziehen. Wenn die verbesserte Anti-Thrombozyten-Therapie weltweit zum Einsatz kommt, könnten jedes Jahr mehr als 2.300 Todesfälle und 40.000 Herzinfarkte vermieden werden."

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