LEADER-Projektschiene Qualifizierungsverbund

Rund 13 Millionen Schilling aus Regionalisierungsmitteln

St.Pölten (NLK) - Im ersten Quartal dieses Jahres wurde in Niederösterreich ein Basiskonzept für einen Qualifizierungsverbund in den sechs LEADER-Regionen unter Mitwirkung des Arbeitsmarktservices Niederösterreich erstellt. Als Ziel wird dabei die Entwicklung regionaler Humanressourcen in kooperativer Form angestrebt, womit vor allem die Möglichkeit zu engagiertem und selbstbewußtem Agieren verbessert und damit dem Kaufkraftabfluß und Abwanderungstendenzen entgegengewirkt werden soll.

Der Ausgabenplan für die Projektschiene Qualifizierungsverbund sieht eine Summe von 12,9 Millionen Schilling vor. Diese Gelder kommen zur Gänze aus Regionalisierungsmitteln des Landes. Die Realisierung soll zwischen Frühjahr 1998 und Sommer 1999 erfolgen.

Aus regionalpolitischer Sicht kommt Qualifizierungsverbünden dabei das Merkmal zu, daß sich der Schulungsort in der Region befindet und Inhalte, Schulungsträger und Termine durch die Verbundteilnehmer festgelegt werden. Die Besonderheit dieses konkreten Verbundes besteht in einem erweiterten Kreis der Anspruchsberechtigten, insofern in untergeordnetem Ausmaß auch Unternehmer, Vereine, Gemeinden, Ehrenamtliche und Funktionäre teilnehmen sollen. Weiters ist auch der Einbau von themenbezogenen Sub-Modulen in diesen Verbund vorgesehen.

Das vorliegende Konzept für den Verbund sieht eine Dauer von einem Jahr vor. Da aber im Zuge einer ersten Bedarfsschätzung wesentliche Unterschiede in den einzelnen LEADER-Gruppen auftraten, wird die Bewilligung der Mittel in zwei Tranchen vorgenommen. In der nun beschlossenen Basistranche wird für jede LEADER-Gruppe ein Rahmen von 2 Millionen Schilling zur Verfügung gestellt. Nach Anlaufen des ersten Ausbildungsjahres soll dann auf Basis der gemachten Erfahrungen die Möglichkeit einer Nachjustierung bestehen, um Umschichtungen zwischen den Gruppen oder eine Aufstockung der Mittel in einzelnen LEADER-Gruppen vornehmen zu können. Der Nachjustierungsbeschluß ist bis zum Ende des ersten Halbjahres 1999 zu fassen und kann sowohl die Weiterführung einzelner Verbünde und die Aufstockung der Anspruchsberechtigten als auch die Einrichtung zusätzlicher Verbünde beinhalten. Im nächsten Projektabschnitt werden regional individuelle Schulungspläne und eine detaillierte inhaltliche Orientierung der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen an den unterschiedlichen Strategien bzw. Projektschwerpunkten der sechs LEADER-Gruppen ausgearbeitet.

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