BAUER : KARIESPROPHYLAXE ÖSTERREICHWEIT ERFOLGREICH

Zahngesundheit unter 12jähriger Kinder im europäischen Mittelfeld

St. Pölten (SPI) Die Zahngesundheitsvorsorge im Kindes- und Jugendalter beeinflußt direkt die Zahngesundheit der Erwachsenen. Deshalb kommt der Kariesprophylaxe und ihrer Kontrolle besondere Bedeutung zu. Das Programm "Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000" der WHO zielt im Zahnbereich darauf ab, daß unter 12jährige Kinder nicht mehr als drei von Karies befallene, deshalb plombierte oder fehlende Zähne haben, wobei der europäische Zielwert auf zwei solche Zähne abgesenkt wurde. Mit 1,7 kariesbetroffenen Zähnen liegt Österreich im guten europäischen Mittelfeld, freute sich Freitag NÖ-Gesundheitslandesrat Dr. Hannes Bauer. "Auffallend
dabei ist, daß Mädchen häufiger von Karies betroffen sind als Buben, AHS-Schüler weniger geschädigte Zähne haben als Hauptschüler - 1,09 kariesbetroffene Zähne gegenüber 1,98 -, und die Kinder in den städtischen Regionen gesündere Zähne aufweisen als jene in den ländlichen Gebieten", so Bauer.

Die nunmehr vorliegende Studie wurde vom Österreichischen Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) im Zeitraum September bis November 1997 gemäß den Richtlinien des "Basic Oral Health Surveys"-Programms der WHO an insgesamt 510 Kindern in 30 über das gesamte Bundesgebiet verteilten Hauptschulen und AHS-Unterstufen erhoben, eine bundesländerweise Auswertung konnte allerdings nicht erfolgen. "Bedingt durch die Größe und die Vielfältigkeit seiner Regionen kann allerdings davon ausgegangen werden, daß diese
Studie gerade für unser Niederösterreich eine besonders hohe Aussagekraft besitzt", hob Landesrat Bauer hervor. Die signifikantesten Ergebnisse sind, daß 44 Prozent der untersuchten Kinder kariesfrei sind, davon weisen aber 42 Prozent Verfärbungen auf, die allerdings durch verbesserte Mundhygiene und Fluorbehandlungen behebbar sind. 43 Prozent waren von Karies betroffen, haben ihr Kariesproblem aber bereits behoben. Und 13 Prozent weisen einen dringenden Handlungsbedarf auf, haben allerdings nur einen kariesbefallenen Zahn, so Bauer weiters.

Drei Viertel aller untersuchten Jugendlichen putzen sich zweimal täglich die Zähne, lediglich 2 Prozent nur "mehrmals wöchentlich". Und ganze 0,4 Prozent oder 2 von 510 Kindern haben angegeben, keine eigene Zahnbürste zu besitzen. " Da insgesamt 62 Prozent aller festgestellten Kariesschäden auf nur 21 Prozent der Jugendlichen entfallen, ist es nun unsere Aufgabe, diese Risikogruppen besonders zu erfassen und gerade dort die Prophylaxe zu intensivieren", schloß Bauer.
(Schluß)nk/wb

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