Kröll: Förderungen für Tourismuwirtschaft unverzichtbar

Auftakt des Europäischen Tourismusforums in Mayrhofen - 0,5 Promille: "Ernüchternde Bilanz"

Wien (PWK) - Solange die Steuerbelastung in Österreich die ausreichende Eigenkapitalbildung aus versteuerten Gewinnen nicht zuläßt, kann die Tourismuswirtschaft auf Fördermittel nicht verzichten. Die Steuerlast auf Getränken ist aus Wettbewerbsgründen auf das EU-Niveau zu senken. Wege dazu wären die Abschaffung der anachronistischen Getränkesteuer bzw. deren Umwandlung in eine Quellensteuer sowie eine Halbierung des Umsatzsteuersatzes für alkoholfreie Getränke, faßte der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Komm.Rat Hansjörg Kröll, Donnerstag mittag in einem Pressegespräch zum Auftakt des dreitägigen "Europäischen Tourismusforums" in Mayrhofen im Zillertal einige wesentliche Anliegen der Branche zusammen. Im Mittelpunkt des von Wirtschaftskammer, Wirtschaftsministerium und EU-Kommission gemeinsam veranstalteten Tourismusforums steht der Qualitätsgedanke als Zukunft des europäischen Tourismus. ****

Die Reduzierung der Umsatzsteuer für Beherbergungsbetriebe auf fünf Prozent, ähnlich wie in der Schweiz, würde den Unternehmen neue wirtschaftliche Initiativen ermöglichen. Dazu gehört auch die Beibehaltung des ermäßigten Steuersatzes für Restaurantleistungen. Kleinbetrieben sollte man mit einer praxisgerechten Pauschalierung das Leben leichter machen, deponierte Kröll weitere Forderungen zur Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen. Verlangt wird die Wiedereinführung der vollen Absetzbarkeit von Geschäftsessen sowie die Einbeziehung der Tourismusbetriebe in die Energiesteuervergütung ("Deckelung"). Energieintensive Hotelbetriebe haben, nicht zuletzt wegen der hohen Steuerbelastung, oft höhere Energiekosten als Industrie- oder Gewerbebetriebe.

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Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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