Maderthaner fordert stärkere Export-Unterstützung der Regierung

Übergabe des "Pro Export"-Berichtes der WKÖ an Wirtschaftsminister Farnleitner und Finanzminister Edlinger

Wien (PWK) - Der Export ist Österreichs Wirtschafts- und Wohlstandsmotor Nummer Eins. Jeder zweite Arbeitsplatz in unserem Land steht und fällt mit den Erfolgen der österreichischen Außenwirtschaft. Trotz der enormen Bedeutung des Exportes hat sich die Bundesregierung bislang noch zuwenig für die Unterstützung des Außenhandels eingesetzt. "Die österreichischen Exportunternehmen brauchen neben den Exporthilfen der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich auch ein entsprechendes finanzielles Engagement des Staates: eine Starthilfe, um uns gegenüber der starken internationalen Konkurrenz als gleichwertige und auch bessere Partner behaupten zu können", erklärte heute, Donnerstag, der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, im Nationalrat. ****

Die Außenwirtschaftsorganisation der WKÖ greift den heimischen Exporteuren seit langem im Inland und mit ihren 84 Außenhandelsstellen auch vor Ort im Ausland unter die Arme und ist somit nicht zuletzt für den Exportboom, den Österreich derzeit erlebt, mitverantwortlich. "Im Vorjahr konnten im Ausland pro Minute österreichische Waren im Gegenwert von 1,36 Mio Schilling abgesetzt werden, insgesamt 715 Mrd Schilling, oder knapp ein Drittel unseres Bruttoinlandsproduktes", strich Maderthaner hervor. "Unsere Exporte sind aber nicht zufällig von einem Jahr auf das andere um 17 Prozent gestiegen. Mit tatkräftiger Unterstützung unserer Außenwirtschaftsorganisation konnten neben zahlreichen Großunternehmen auch immer mehr Klein- und Mittelbetriebe auf fremden Märkten ihre Waren und Dienstleistungen anbieten und verkaufen".

Diese Exportsteigerung wirke sich gleichzeitig sehr positiv auf Österreichs Wirtschaftsdaten und Arbeitsplätze aus. Die Wirtschaftsforscher erwarten heuer eine weitere Abnahme des Handelsbilanzdefizits um rund 30 Prozent auf etwa 50 Mrd Schilling und eine Zunahme der Beschäftigtenzahl sowohl 1998 als auch 1999 um jeweils 30.000, so Maderthaner. "Das alles darf uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß österreichische Unternehmer im internationalen Wettbewerb mit zu hohen Lohnnebenkosten, mit einer zu geringen Eigenkapitalausstattung und mit einer Vielzahl bürokratischer Vorschriften zu kämpfen haben".

Um die Leistungen der heimischen Exportwirtschaft und die Richtigkeit der Überlegungen der permanenten Aktivitäten der WKÖ im Exportbereich zu dokumentieren, überreichte Maderthaner Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner und Finanzminister Edlinger druckfrische "Pro Export"-Berichte der Wirtschaftskammer Österreich.

Auch wenn eine Vielzahl der österreichischen Bürger den Erweiterungsbemühungen der EU skeptisch gegenübersteht, so zeigt der Außenwirtschaftsbericht auch sehr deutlich, "daß wir gerade in den Ländern Mittel- und Osteuropas besonders erfolgreich unterwegs waren und sind. Ich leugne nicht gewisse Schwierigkeiten, die die EU-Erweiterung bringen wird, aber mit politischen Gesprächen, mit Unterstützung unserer betroffenen Grenzregionen und mit einem überlegten Zeitplan ist diese große Sache zu meistern", zeigte sich Maderthaner optimistisch.

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