"Wirtschaftslage und Prognose - Stand Juli 1998"

Neuerscheinung aus 'Zahlen, Daten, Fakten'

Wien (PWK) - Die österreichische Konjunktur befindet sich seit
1997 in einer deutlichen Aufschwungsphase, besagt die letzten Freitag veröffentliche Konjunkturprognose des Institutes für Wirtschaftsforschung (WIFO). Nach 2,5 Prozent Wirtschaftswachstum im Vorjahr wird nun für das Gesamtjahr 1998 mit einem Wirtschaftswachstum von drei Prozent gerechnet. 1999 könnte sich die reale BIP-Zunahme abermals leicht auf 3,2 Prozent beschleunigen. Mit diesen Wachstumsaussichten liegt Österreich jeweils knapp über dem EU-Durchschnitt (1998: 2,8 Prozent, 1999: drei Prozent). ****

Treibendste Kraft des heimischen Konjunkturaufschwunges sind weiterhin die Warenexporte, wo 1998 und 1999 bei realen Zuwächsen von rund zehn Prozent weitere Marktanteilsgewinne für Österreichs Exportwirtschaft zu erwarten sind. Die Konjunkturbelebung bei Österreichs Haupthandelspartnern Deutschland und Italien und die anhaltende Expansion in Ostmitteleuropa steigern die Exportchancen. Die kräftige Auslandsnachfrage hat auch dem produzierenden Bereich nachhaltig Impulse verliehen. Nach einer Zunahme der realen Wertschöpfung in der Sachgütererzeugung von 4,3 Prozent im Vorjahr, zeichnen sich für 1998 (sechs Prozent) und 1999 (fünf Prozent) solide Wachstumsraten ab. Die optimistischen Absatzerwartungen stimulieren die Investitionstätigkeit, sodaß für das laufende Jahr mit einem Anstieg der realen Ausrüstungsinvestitionen um 7,5 Prozent gerechnet werden kann.

Die heimische Konjunktur kann sich 1998 und 1999 in zunehmendem Maße auch wieder auf steigende Konsumausgaben der privaten Haushalte stützen, wo für 1998 ein Plus von 1,9 Prozent und für 1999 ein Plus von 2,2 Prozent erwartet wird. Vor allem die Nachfrage nach dauerhaften Konsumgütern dürfte sich stark erholen.

Eine Trendwende zeichnet sich auch im Reiseverkehr ab, wo sich der Reiseverkehrsüberschuß im Laufe der 90-iger Jahre immer stärker verringerte, von einer Rekordgröße von rund 70 Mrd Schilling zuletzt auf weniger als 20 Mrd Schilling. Nun scheint sich laut WIFO-Prognose endlich eine Stabilisierung bzw. leichte Verbesserung der Tourismusbilanz abzuzeichnen.

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Dr. Erwin Fölhs
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