MAK Center - FOR ART AND ARCHITECTURE Los Angeles Eröffnung der Ausstellung 9. Juli 1998

Martin Kippenberger - The Last Stop West

Wien (OTS) - Das MAK Center Los Angeles realisierte im Rahmen der
am 9. Juli 1998 eröffneten Ausstellung "The Last Stop West" im Garten des Schindler House die letzte U-Bahnstation von Martin Kippenberger (1953 - 1997). Kippenbergers "Metro-Net"-Projekt besteht aus sechs konzeptuellen U-Bahnzugänge und Lüftungsschächten, die als weltumspannendes metaphorisches Kommunikationssystem die Insel Syros, die Städte Leipzig, Münster, Kassel, Dawson City in Kanada und das Schindler House in Los Angeles miteinander verbinden.

Kippenbergers "Metro-Net"B-Arbeiten spiegeln geographisch verschobene Zugänge und Lüftungsschächte vor, die verschiedene Orte der Erde in imaginärer Weise miteinander in Verbindung bringen. Drei Zugänge der Serie hat Kippenberger realisiert: den ersten 1992 in Syros, den zweiten 1995 in Dawson am östlichen Ende des Great Alaska Highway und den dritten 1997 in Leipzig. Die Zugänge stellen skulpturale, auf den jeweiligen Ort eingehende Installationen dar.

Kippenberger erweiterte sein U-Bahnnetz durch zwei weitere Arbeiten, einen Eingang und einen Lüftungsschacht, die er als "transportable" Elemente konzipierte. Der Eingang war 1997 in Kassel auf der documenta X, der Lüftungsschacht 1997 beim Skulpturenprojektes in Münster zu sehen.

Die Serie wird von einem sechsten, von Kippenberger ursprünglich für Tokio entworfenen und jetzt im Garten des Schindler House realisierten Lüftungsschacht vervollständigt. Der Schacht "reagiert" auf den Besucher, indem er durch das Bodengitter warme Druckluft und ratternde Geräusche von sich gibt, vorgeblich von der U-Bahn tief unter der Kings Road, an der das MAK Center liegt.

Damit wird Los Angeles, wo Kippenberger in den frühen 90er Jahren gearbeitet, unterrichtet, ausgestellt und gefeiert hat und Mitbesitzer eines Restaurants war, in das fiktive weltumspannende U-Bahnnetz einbezogen.

Die MAK-Ausstellung vereint alle vorhandenen Modelle, Zeichnungen, Computersimulationen, Installationsfotos, die charakteristischen U-Bahnskizzen auf Hotelbriefpapier sowie weitere ausgewählte Arbeiten, die im Kontext mit dem U-Bahnprojekt stehen.

Kippenberger liebte das Absurde, Empörende, Lächerliche und betrachtete alles, was sich ihm als Hindernis darstellte, als Herausforderung. In Umkehrung der Ideologie des vor sich hin darbenden Künstlers stieg Kippenberger 1978 ins Geschäft ein und begann seine "Dienste" anzubieten. Er führte einen Punk-Rock-Club namens SO-36, der bei der Verbreitung von Punk und New Wave eine Schlüsselrolle spielte. Kippenberger ist in seinem umfassenden Oeuvre stilistischen und anderen Beschränkungen stets aus dem Weg gegangen. Ebenso war es in allen Medien zu Hause: in Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Zeichnung, Architektur, Design, Unterhaltungsindustrie und Werbung.

Eröffnung 9. Juli 1998, 19.30 - 21.30 Uhr Ausstellungsdauer 10. Juli - 11. Oktober 1998
Ort MAK Center for Art and Architecture,
Los Angeles, Schindler House,
835 North Kings Road,
West Hollywood 90069
Öffnungszeiten Mittwoch - Sonntag, 11 - 18 Uhr

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