LIF-Hecht: Der Wiener Jazz-Landschaft droht "Multiplexisierung"

Wiener Liberale treten für eine gezielte Förderung der Jazz-Szene ein

Wien (OTS) Die aktuellen Entwicklungen in der Wiener Jazz-Landschaft könne man nur mit Verwunderung zur Kenntnis nehmen, meinte heute Klubvorsitzende und Kultursprecherin der Wiener Liberalen Gabriele Hecht.

"Wenn mit dem Versprechen der Kulturverantwortlichen in der Wiener Koalitionsregierung, die Szene aufzuwerten, jener drohende Verlust der Vielfalt gemeint war, wäre für den Jazz fast besser gewesen, alles beim Alten zu lassen", so Hecht.

Der geplante Umbau des Moulin Rouge in einen Jazz Club für den international renommierten Künstler Joe Zawinul sei prinzipiell erfreulich. Man müsse aber die negativen Auswirkungen von zu großen Jazz Tempeln überlegen. "Nach Einschätzungen von Szene Experten wird dieses 10 Millionen Projekt der Stadt auf Kosten der kleinen Clubs einer eigentlich gut funktionierenden Szene gehen. Besonders, da die Übersiedlung von 'Porgy & Bess' ins ehemalige Rondell Kino ebenfalls geplant ist", meinte Hecht. Es sei fraglich, ob das neue Moulin Rouge die geplanten 300 Sitzplätze allabendlich füllen könne.

Nachdem die verschiedenen Betreiber von Jazz Lokalen in Wien jeweils unterschiedliche Konzepte hätten, halte sie es für sinnvoll, so Hecht, mit den Betreibern über mögliche Synergien in der Nutzung und darüber hinaus über gezielte programmatische Förderungen zu diskutieren. "Eine 'Multiplexisierung' des Jazz in Wien muß vermieden werden", meinte Hecht abschließend.

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