Gastronomie will Zeltfestregelung vor Höchstgericht bringen

Wirtschaftsbund-Abgeordnete stimmen Zeltfestregelung nicht zu - "Gegen Zeltfest-Pfusch auf dem Rücken der Gastwirte"

Wien (PWK) - "Die Abgeordneten der Wirtschaft sind in der Zeltfestfrage dankenswerterweise fest geblieben. Sie haben der neuen Regelung nicht zugestimmt", stellt der Obmann der Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft, Kommerzialrat Hansjörg Kröll, Mittwoch nach der am Dienstag abend erfolgten Abstimmung des Nationalrates fest. Präsident Leopold Maderthaner, Präsident Puttinger oder Generalsekretär Stummvoll lehnten die Zeltfestbestimmung ab, da sie dem Pfusch in der Gastronomie auf dem Rücken der Wirte nicht Tür und Tor öffnen wollten. ****

Nach der Halbierung der steuerlichen Absetzbarkeit von Geschäftsessen und der umstrittenen Einführung von 0,5-Promille haben viele Gastwirte ernste Umsatzprobleme bekommen, erinnert Kröll. Deshalb betrachten sie die Zeltfestregelung als neuerlichen Anschlag auf den unter Druck stehenden Berufsstand. Kröll kündigte an, die neue Regelung vor das Höchstgericht zu bringen. Aus Gründen der Gleichberechtigung müßten auch die Wirte drei Tage im Jahr ihr Geschäft betreiben können, ohne Steuern und Abgaben zu bezahlen.

Zwar gibt es einige Verbesserungen zugunsten der Wirte, wie die Möglichkeit, Gäste abzuholen und nach Hause zu bringen. Dennoch wäre es wichtig gewesen, festzulegen, daß auch künftig Zeltfeste nur in Kooperation mit dem Gastwirt stattfinden können.

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Syndikus Dr. Paul Schimka
Tel: 50105 DW 3567Bundessektion Tourismus und Freizeitwirtschaft

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