AK: Qualitätstourismus braucht motivierte MitarbeiterInnen

Wien (OTS) - Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im
Beherbergungs- und Gaststättenwesen verdienen im Schnitt um 30 Prozent weniger als ihre KollegInnen in anderen Branchen. Daher
ist es für die AK unverständlich, daß beim morgen in Tirol beginnenden Tourismusforum der Wirtschaftskammer die finanzielle
und soziale Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nur eine Nebenrolle spielt. Viel ist die Rede von "integriertem Qualitätsmanagement" und "strategischen Ansätzen für die Tourismuspolitik", wenig bis nichts von Arbeitsbedingungen und Entlohnung. Daß die Arbeitnehmeranliegen bei der Tagung keine
Rolle spielen, bestätigt die Kritik der Arbeiterkammer, wonach der "Qualitätsfaktor Mensch" von der Tourismuswirtschaft nach wie vor unterbewertet wird. ****

Da das Tourismusforum heuer vom Wirtschaftsministerium und von der EU-Kommission mitgetragen wird, wiegt die Ignoranz gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern doppelt schwer. Hier wird nach Meinung der AK die sozialpartnerschaftliche Tradition in einem wichtigen Wirtschaftszweig mutwillig aufs Spiel gesetzt. Wie auf diese Art der "Europäische Soziale Dialog" (WKÖ-Präsident Maderthaner) weiterentwickelt werden soll, ist rätselhaft.

Die AK erwartet sich von der Arbeitgeberseite im Tourismus Dialogbereitschaft zu den drängenden Fragen der Entlohnung und der Arbeitsbedingungen. Der von allen angestrebte "Qualitätstourismus" ist nur mit entsprechend entlohnten, qualifizierten und
motivierten ArbeitnehmerInnen machbar. Und hier liegt die Verantwortung auf Seiten der Arbeitgeber, die ihren
MitarbeiterInnen einen besseren Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen ermöglichen müssen.

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