Seibersdorf in der EU für Umwelt mitverantwortlich! Austrian Research Centers koordinieren konzertierte EU-Aktion "Umwelttechnologien" mit dem Schwerpunkt "Wasser und Stadt von morgen"

Wien (OTS) - Die Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf) koordinieren die konzertierte Aktion "UMWELTTECHNOLOGIEN", ETCA, im Rahmen der DGXII,D-1 der EU. Das Forschungszentrum Seibersdorf organisiert eine Kooperations- und Informationsplattform, um bereits bis Ende 1998 etwa 500 Projekte, mehr als 1000 Firmen und eine Forschungskapazität mit mehr als 10 000 Mitarbeiter thematisch zu vernetzen. Schwerpunkte der konzertierten Aktion sind "Wasser und Stadt von morgen", sogenannte "key actions" des 5. Rahmenprogramms der EU. Durch Clusterbildungen von Projekten soll die Effizienz eingesetzter Mittel bedeutend erhöht werden.

So kooperieren im Wasser-Cluster 30 Forschungsteams, um neue Meßverfahren zu entwickeln und Korrelationen zwischen analytischen und Toxizitätsdaten in Abwässern und Klärschlämmen herzustellen. Neue Herausforderungen für die Wasserreinigung stellen sich aus deren Untersuchungsergebnissen, wonach auf sogenannte Xenohormone, Verschiebungen der Verhältnisse zwischen männlichen und weiblichen Fischen zurückzuführen sind . Prof. Dr. P.D. Hansen von der TU-Berlin zeigte in einem von ETCA und der TU Darmstadt organisiertem Workshop, daß in den Berliner Wasserwegen die weibliche Fischpopulation bereits auf 70 % angestiegen ist. Ähnliche Ergebnisse wurden in England gefunden. Messungen in den Schlämmen der Kläranlagen von Meißen(D) und Lissabon (P) zeigten gleichfalls diese Substanzen (endocrine disrupters).

Im Themenbereich Recycling und Produktdesign, wurde ein Projekt, gleichfalls aus dem Environment and Climate Programm der DGXII gefördert, von Dr. N. Schwarz, Forschungszentrum Seibersdorf als Koordinator (0043 2254 780 2736, e-mail: norbert.schwarz@arcs.ac.at), vorgestellt. Durch eine einfache Designänderung können die Kupferwicklungen aus Waschmaschinenmotoren leicht entfernt werden, so daß die Rezyklierung ganz wesentlich erleichtert wird.

Auch das Thema "Bodensanierung" wird schwerpunktmäßig durch Projekte und konzertierte Aktionen (CLARINET, CARACAS und NICOLE), von denen zwei österreichische Koordinatoren haben, betreut. In der Europäischen Union existieren einige hunderttausend Standorte, die mit Schwermetallen und organischen Verbindungen kontaminiert sind. Im Forschungszentrum Seibersdorf wird zum Thema "Bodensanierung" ein "Advanced Study Course", der von der DGXII, D-1, dem Bundesministerium für Umwelt; Jugend und Familie ... und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr gesponsert wird und bei dem Fachleute aus der europäischen Forschungs- und Industrielandschaft vortragen werden,vom 12.-18.Juli 1998 durchgeführt. Besucht wird die Veranstaltung vonetwa 50 Teilnehmern. aus den Mitgliedstaaten, sowie aus der Slowakei und Polen.

Allgemeiner Kontakt:Dr. Jürgen Büsing, Brüssel
EC-DGXII,D-1
Tel.:0032 2 2955 625

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Österr. Forschungszentrum Seibersdorf)
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Dr. Peter Krejsa

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