NÖ Donaufestival 1998 zieht Bilanz: 10 Jahre Donaufestival "Im Fluß der Illusionen" - erfolg-reicher Saisonschluß mit Besucherplus

St. Pölten (OTS) - Eine feurig-temperamentvolle Österreich-Premiere der "Carmen" im Festspielhaus St. Pölten bildete den fulminanten Abschluß des NÖ Donaufestivals 1998, das heuer unter dem Motto "Im Fluß derIllusionen" seinen zehnten Geburtstag feierte. Mit ebenso außergewöhnlichen wie exemplarischen Produktionen setzte das niederösterreichische Landesfestival seinen kulturellen Weg ins nächste Jahrtausend erfolgreich fort und nähert sich bereits jetzt mit einem Symposium im Herbst und einem Native-Festival im Frühjahr dem Konzept für 1999. Intendant Alf Krauliz über seine Pläne fürs nächste Jahr, dieganz im Zeichen der bevorstehenden Jahrtausendwende stehen: "Unter dem Motto "Die Großen Prophezeiungen" wird das Festival eine Forschungsreisevon sinnlichen Bereichen in außersinnliche Wahrnehmungsbereiche unternehmen. Dabei werden wir sowohl verschiedenste Kultur- und Kultformen präsentieren als auch in wis-senschaftliche Disziplinenund geheimnisvolle "Zwischenwelten" vordringen."

Auf seinem programmatischen Weg durch Länder, Kulturkreise und Zeiten wurde das NÖ Donaufestival 1998 in allen Spielstätten von mehr als 20.000 Besuchern begleitet. Trotz Fußball-WM und Schlechtwettereinbrüchen konnte mit 8.500 Besuchern beiJuniTanz&Musik St. Pölten und 11.500 Gästen beim WachauerTheaterFestival Kremseeine Besuchersteigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Die Gesamtaus-lastung entsprach mit rund 89 Prozent jener des vergangenen Jahres. Insgesamt gelang es mit Open-Air-Aktivitäten, Ausstellungen, zahlreichen Kulturveranstaltungen so-wie mit dem "Beisldorf" im Kremser Stadtpark, insgesamt rund 50.000 Personen für das Donaufestival zu begeistern.

Klare Inhalte, Highlights und Publikumsschlager 1998

Ziel des diesjährigen Donaufestivals war ferner, dessen inhaltliches Anliegen klar zu profilieren: nämlich ein eindeutiges Bekenntnis zur Avantgarde, zur steten Spurensuche sowie zum Experiment zu geben, aber auch Kultur in ihrer ganzen Vielfalt zu bieten. Indiesem Sinne erzielte man beispielsweise in St. Pölten mit Produktionen wieder Eröffnung durch das Wiener Staatsopernballett, denÖsterreich-Premieren von Salvador Távoras Flamenco-Oper "Carmen" und Mario Schröders "The Wall" hohe Ak-zeptanz beim Publikum. Bombenstimmung herrschte bei der Show der "Tambours de Brazza" -einer Percussion-Formation aus dem Kongo, welche das Festspielhaus zu einem pulsierenden Tanzpalastmachte. Zu den Kremser Publikumsmagneten zählten die bereits traditionelle Zirkuswelt im Stadtpark, insbesondere die Vorstel-lungen des Cirque Anomalie und des Circus Ethiopia, sowie die A-capella-Konzert-leiste im stimmungsvollen Spiegelzelt mit Auftritten in- und ausländischerGruppen wie Mainstreet, Montezuma's Revenge und den U-Bahn-Kontrollören.

Internationales Kunstangebot in kleine Städte brachte das NÖ Donaufestival außerdem mit exemplarischen Vorstellungen wie etwa Eimuntas Nekrosius' sensibel inszeniertem "Hamlet" aus Litauen und dem "Haus Nr. 13" des Hamburger Thalia Theaters, László Seregis "Der Widerspenstigen Zähmung" und mit "Laterna Magika", der Festivals-Ge-burtstagsproduktion. Bei der Verdi-Oper "Il Trovatore",die vor der mittelalterlichen Gozzoburg unter freiem Himmel aufgeführt wurde, verwandelte sich der Hohe Markt in Krems auf beeindruckende Weise zur "Piazza dell' Opera".

Bühne frei für junge Künstler: kulturelle Akzente durch neue Projekte

Mit dem im Kremser Stadtsaal erstmals gezeigten "Tag der Uraufführungen", bei dem man in Kooperation mit Ö1 drei Uraufführungen und Literaturvertonungen junger öster-reichischer Komponisten präsentierte, wurde das Donaufestival einmal mehr seinem Anliegen gerecht, zeitgenössische Musik und Literatur zu fördern. AlfKrauliz über die Bedeutung des Festivals als Bühne für junge Künstler:"Um möglichst viele Menschen für Kultur zu begeistern, muß man klare Inhalte durch verschiedenste künstlerische Ausdrucksformen vermitteln. Das Wichtigste dabei: Kunst darf niemals langweilig wer-den und muß sich deshalb immer wieder konsequent über vertraute Wahrnehmungs-muster hinwegsetzen."

Mit neuen Ideen und Projekten - etwa mit Peter Webers Baumhaus im Kremser Stadt-park sowie der Ausstellung "Illusion & Raum", einer multimedialen Raum-Klang-Installation in der KremserDominikanerkirche, wurden wesentliche kulturelle Akzente gesetzt. Ziel der neuen Veranstaltungsreihe "Best of Niederösterreich" war es, daskünstlerische Potential niederösterreichischer Theaterschaffender einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Intensive Workshop-Atmosphäre und ein begleitendes internationales Symposium boten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Weiterentwicklung eines landesweiten Kulturnetzes.

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