Wirtschaft und Tourismus

LR Gabmann präsentierte Schwerpunkte der Herbstarbeit

St.Pölten (NLK) - Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Ernest Gabmann präsentierte heute in einem Pressegespräch die Schwerpunkte der Herbstarbeit. Er sei stolz, so Gabmann, daß es gelungen sei, die Budgetmittel in seinem Ressort um 16 Millionen
auf 534 Millionen Schilling aufzustocken. Der Großteil entfalle
auf den Wirtschaftsförderungsfonds mit 245,5 Millionen (Steigerung um 16 Prozent) und den Tourismusfonds mit mehr als 125 Millionen Schilling. 1999 gebe es zudem erstmals mit 15 Millionen Schilling einen Ansatz für die Erweiterung der Technologiekompetenz. Gemäß den beiden Fondsberichten aus 1997 liege die Investitionsbereitschaft der niederösterreichischen Wirtschaft über dem österreichischen Durchschnitt, in der Wirtschaft und im Tourismus werde voll auf Strukturverbesserung und Modernisierung gesetzt. Die Herbstschwerpunkte liegen auf der Verbesserung betrieblicher Strukturen und der Anpassung regionaler Infrastrukturen.

Im Bereich Wirtschaft nannte Gabmann zwei Vorhaben: die Installierung von Regionalen Innovationszentren (RIZ) und eine forcierte Technologieförderung. Bei den Regionalen Innovationszentren wolle man mit der Ende 1997 gegründeten RIZ-Holding das Erfolgsmodell Wiener Neustadt jetzt landesweit ausdehnen. Als neue Standorte stehen Krems für das Waldviertel und Hollabrunn für das Weinviertel zur Diskussion. Für das Mostviertel haben Waidhofen an der Ybbs und Amstetten Interesse bekundet.
Dafür brauche es neben den entsprechenden regionalen Ressourcen auch eine finanzielle Beteiligung der Gemeinden. Das Ziel sei, die offenen Standortfragen bis Mitte 1999 zu entscheiden, sodaß ein flächendeckendes niederösterreichisches RIZ-Netzwerk im Jahr 2000 stehe.

Als zweiten Punkt nannte Gabmann eine eigenständige Technologiekompetenz innerhalb der Wirtschaft bei bestimmten
Sparten und mit regionalem Profil. Derartige Cluster-Bildungen wie sie etwa in der Steiermark im Bereich Automobilfertigung
existieren, seien z.B. in den Bereichen Textil, Holz und
Gesundheit vorstellbar. Als erster Schritt für die Entwicklung eines Technologieprofils für ganz Niederösterreich soll ein Technologiekonzept bis Herbst 1998 erstellt werden.

Beim Tourismus habe Niederösterreich im Mai 1998 gegenüber dem Vorjahr einen Nächtigungszuwachs von 5,9 Prozent und eine Steigerung der Tourismusumsätze um 10,6 Prozent erreicht. Damit erzielte Niederösterreich den stärksten Umsatzsprung aller Bundesländer. Insgesamt seien die Perspektiven positiv, weil man
in der Auswahl der Angebote auf authentische, ehrliche und natürliche Urlaubserlebnisse sowie auf Entspannung, Erholung und Abwechslung gesetzt habe. Für das Angebotsprofil habe man eigene Produkte wie zum Beispiel Weinherbst und Landfrühling entwickelt. Der Impuls "Incentive 2001" setze auf Angebotsspezialisierung auf betrieblicher Ebene. In Angriff zu nehmen sei nunmehr eine Strukturreform der Tourismusorganisationen. Eine Überarbeitung der Gliederung in bezug auf Aufgaben und Leistungen soll die Kompetenz in Richtung Destination-Managements stärken. Für diese Umstrukturierung von der Region zur Destination werde im
Waldviertel bis zum Ende dieses Jahres ein entsprechendes Pilotprojekt umgesetzt.

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