Kuen: Trotz Asienkrise gute Geschäftsmöglichkeiten in China

Österreichs Exporte steigen weiter - Wirtschaftskammer setzt Asienprogramm unvermindert fort

Wien (PWK) - Obwohl die Währungsturbulenzen in Südostasien auch für die chinesische Wirtschaft Probleme gebracht haben, bestehen für österreichische Firmen nach wie vor gute Geschäftsaussichten in China, erklärt der Asien-Referent der Wirtschaftskammer Österreich, Friedrich Kuen. Das belegen auch die neuesten ÖSTAT-Daten: Im ersten Quartal 1998 haben die österreichischen Lieferungen nach China um 53 Prozent zugenommen, nachdem sie schon im Gesamtjahr 1997 um 15 Prozent auf 4,2 Mrd S angewachsen waren. Die Exporte nach Hongkong stiegen in den ersten drei Monaten 1998 um 5 Prozent, (1997 um 29 Prozent auf 3,9 Mrd S). ****

In den Krisenländern Asiens ist es hingegen im ersten Quartal 1998 zu drastischen Exporteinbrüchen für Österreich gekommen: nach Indonesien um 28, nach Korea um 39, nach Malaysia um 48, nach Singapur um 10 Prozent. Die Exporte nach Japan gingen in diesem Zeitraum um 31 Prozent zurück.

Der Ferne Osten wird nach einer längerfristigen Erholungsphase wieder eine starke Wachstumsregion sein, ist Kuen überzeugt. Die Wirtschaftskammer Österreich setzt ihr Aktionsprogramm in diesen Ländern unvermindert fort.

"Bei selektiver Marktbearbeitung können auch jetzt noch interessante Geschäfte in diesem Raum abgeschlossen werden", bezieht sich der Asien-Experte auf Beispiele aus jüngster Zeit: In Hongkong haben österreichische Firmen Großaufträge für U-Bahnausrüstungen und Energieerzeugungsanlagen erhalten, Aufträge für zwei Spitalsprojekte kamen sogar aus dem Krisenland Indonesien. Die neun Teilnehmer an der WIFI-Gruppenausstellung bei der Fachmesse "Auto China" (23.-30.Juni, Peking) äußerten sich sehr zufrieden über die Geschäftskontakte und wollen aus diesem Grund nächstes Jahr auf der Autofachmesse in Shanghai ausstellen.

Kuen glaubt nicht, daß eine Abwertung des chinesischen Yüan, wie vielfach vermutet, bevorsteht. Die chinesischen Exporte stehen nur zu einem Fünftel in direktem Wettbewerb mit den asiatischen Abwertungsländern. Andererseits ist der chinesische Wirtschaftsaufschwung stark importabhängig. Verteuerte Importe hätten gesamtwirtschaftlich viel negativere Auswirkungen als die gegenwärtige Beeinträchtigung der Exporte.

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Dkfm. Friedrich Kuen

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