LIF-Hack: "Wettbewerb um den Schwarzenberplatz verhindert - nächster Flop mit der Ausschreibung der Gürtelbibliothek!"

Wiener Liberale kritisieren zusammenhanglose Stadtplanung auf Kosten der Steuerzahler

Wien (OTS) Die Vorgehensweise von Stadtrat Görg in Bezug auf die jüngsten Planungsvorhaben, Schwarzenbergplatz und Zentralbibliothek, bezeichnete heute Mag. Michaela Hack, Planungssprecherin des Liberalen Forums Wien, als "kurzsichtig und unprofessionell".

"Wurde noch im Jänner 1997 vom Gemeinderat auf Antrag von SPÖ und ÖVP die Ausschreibung eines internationalen Wettbewerbes einstimmig beschlossen, so kann sich Stadtrat Görg 1998 daran nicht mehr erinnern," kritisierte Hack. Anfang dieses Jahres wurde von Ihm still und heimlich beschlossen, lediglich die Restflächen zwischen vorgegebenen Fahrbahnen rund um den Hochstrahlbrunnen von vier Architektenteams in einem nicht öffentlichen Gutachterverfahren gestalten zu lassen. Von einer innovativen Neugestaltung des gesamten Schwarzenbergplatzes kann hier nicht die Rede sein, meinte Hack enttäuscht.

Im Planungsausschuß Anfang Mai 1998, von Hack auf den Wettbewerb angesprochen, konnte Stadtrat Görg keine genauen Angaben über Zeitablauf und Umfang machen, um dann eine Woche später das Gutachterverfahren auszuloben. Entweder weiß Dr. Görg nicht, was in seinem Ressort geplant wird, oder er hat den Planungsausschuß bewußt falsch informiert, vermutet Hack. Falsch informiert hätte Stadtrat Görg auch den Gemeinderat anläßlich seiner Budgetrede am 23.06.1998, in dem er behauptete, das Gutachterverfahren sei eingehend mit der Architektenkammer besprochen und von dieser gut geheißen worden. Dies bestreite die Architektenkammer vehement.

Auch die Vorgehensweise in Bezug auf die geplante Hauptbibliothek am Gürtel, halte Hack für äußerst bedenklich. "Man kann ja über Lugners Wolkenspange geteilter Meinung sein, aber immerhin sollte hier Privatkapital in die Gürtelregion investiert werden," so Hack. Für das nun geplante Projekt müsse der Steuerzahler tief in die Tasche greifen. "Zweifelsohne ist der Neubau einer Zentralbiliothek eine gute Investition, gerade für ein so wichtiges Stadtentwicklungsgebiet wie den Gürtel," erklärte Hack, "aber es kann sich wohl nur um einen Schildbürgerstreich handeln, wenn jene Förderung, die von der EU für diese Region in Anspruch genommen werden kann, durch eine aufwendige Überplattung der Stadtbahn wieder geschluckt wird."

Die Planungs- und Baukosten als auch die Kosten für den Wettbewerb in der Höhe von mehr als 50 Millionen Schilling müsse der Steuerzahler tragen, obwohl sich der Fachbeirat gegen ein derartiges Projekt ausgesprochen hat. Ein Etikettenschwindel sei auch die Tatsache, daß seitens der Stadt Wien zwar ein Realisierungswettbewerb ausgeschrieben werde, gleichzeitig aber Stadtrat Görg die Chancen für eine Realisierung mit 50:50 ansetze, sagte Hack.

Sinnvoller aus Sicht des Liberalen Forums sei die Ausschreibung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbes um den besten Standort für die Bibliothek zu ermitteln, meinte Hack abschließend: "Planung hat etwas mit Perspektive zu tun und an der dürfte es den politisch Verantwortlichen in der Stadtplanung derzeit fehlen."

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