Kultur 2000 für europäische Vielfalt

Prokop: Schlüsselrolle der Regionen und Gemeinden

St.Pölten (NLK) - "Kultur 2000" heißt das neue Kulturrahmenprogramm der Europäischen Union, das ab 1. Jänner 2000 bis Ende Dezember 2004 wirksam werden soll. Ziel ist, daß kulturelle Gemeinschaftsmaßnahmen insgesamt gestärkt werden, indem alle Mitgliedsstaaten der EU einen kulturellen Dialog pflegen und die Kulturschaffenden sowie die Kultureinrichtungen zusammenarbeiten. Diese kulturelle Vielfalt soll sich auch auf die Nicht-Mitgliedsstaaten positiv auswirken. "Diese Initiative wird sich positiv auf die kulturelle Vielfalt in Europa auswirken", begrüßte Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop das Kulturrahmenprogramm als Vizepräsidentin bei der Versammlung der Regionen Europas (VRE). Allerdings seien es vor allem die europäischen Gemeinden und Regionen, die einen Großteil der kulturellen Events durch maßgebliche Finanzierungsbeiträge ermöglichen. Daher sei es notwendig, die Zusammenarbeit zwischen den Regionen zu unterstützen. Prokop: "Innerhalb der VRE werden
wir uns bemühen, der regionalen Vielfalt stärker zum Durchbruch zu verhelfen."

"Kultur 2000" wird ein einheitliches Finanzierungs- und Planungsinstrument zugrunde liegen, das die bisherigen Programme ARIANE und KALEIDOSKOP ersetzt und das Programm RAPHAEL
abschließt. Für "Kultur 2000" sind rund 2,3 Milliarden Schilling vorgesehen. Das Kulturprogramm wird außerdem in die anderen Initiativen der EU wie Beschäftigung und Tourismus miteinbezogen.

In einer Anhörung des Ausschusses der Regionen Europas vor wenigen Tagen in Stockholm verlangte Prokop eine Definition, die
der Bedeutung von Kultur für den einzelnen und für die Gesellschaft gerecht wird. Die Funktion der Kultur müsse über die wirtschaftliche Auswirkung der Kultur hinausgehen. Außerdem sollte die Zusammenarbeit der Regionen in das Programm aufgenommen
werden, denn die Stärke Europas liege in der regionalen Vielfalt. Kritik übte sie an der vorgesehenen Förderung von Großveranstaltungen, da die europäischen Kulturen dadurch nicht entsprechend dargestellt werden können. Prokop will den Dialog über das Rahmenprogramm "Kultur 2000 bis 2004" unter den 330 Mitgliedsregionen der VRE und mit den europäischen Institutionen weiterführen.

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