Transporteure an Görg: Road Pricing ist ein Nullsummenspiel

Öffnung der Ersatzbrücke neben A 23 für den Wirtschaftsverkehr-gefordert

Wien (PWK) - Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe in der Wirtschaftskammer Österreich weist die jüngsten Äußerungen des Wiener Vizebürgermeisters Bernhard Görg zur Einführung einer elektronischen LKW-Maut zurück. Die Wirtschaftskammer Österreich und der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß sich die Einführung des Road Pricing nicht rechnet. In einem Schreiben an den Wiener Vizebürgermeister, der gleichzeitig Planungsstadtrat ist, fordert der Fachverband ein vernünftiges Nebeneinander aller Verkehrsträger. ****

Gerade Wien braucht in der Verkehrspolitik und in der Verkehrsinfrastrukturpolitik innovative Ansätze. So ist es z. B. nicht innovativ, für den Bereich der Praterbrücke um mehr als 300 Mio Schilling eine Ersatzbrücke zu bauen, die dann alle 15 Minuten von einem städtischen Linienbus benützt werden darf. Das besondere Nadelöhr der Wiener Südosttangente erfordert eine Auffächerung des Verkehrs. Der Fachverband für das Güterbeförderungsgewerbe schlägt daher vor, diese Brücke für den Wirtschaftsverkehr zu öffnen. Derzeit wird diese Brücke um 300 Mio. Schilling nur von den städtischen Linienautobussen und Einsatzfahrzeugen benutzt. Da die Brückeninfrastruktur in Wien ein besonders knappes Gut ist, ist die derzeitige Nutzung der Brücke eine eindeutige Verschwendung von Steuergeldern. Neu ist die Verschwendung von Steuergeldern im Zusammenhang mit Brücken in Wien allerdings nicht. Seit Jahren leisten sich Stadt Wien und der Bund die Brigittenauer Brücke. Wegen der fehlenden vernünftigen Anbindung an das Wiener Straßennetz hat diese Brücke ein Verkehrsaufkommen, das die Nutzung der Brücke als Fußballplatz durchaus zulassen würde. Die Praterbrücke und die Nordbrücke hingegen ersticken im Verkehr.

Damit ein vernünftiges Nebeneinander von Verkehrsträgern eingeführt werden, kann ist es notwendig, die Verkehrsinfrastruktur so zu planen, daß sie von den Nutzern auch angenommen wird. Dazu gehören neben der Schieneninfrastruktur (Zentralbahnhof Wien und Ausbau der Flughafenschnellbahn S 7) auch eine leistungsfähige Nordumfahrung für den Straßenverkehr.

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Mag. Rudolf Bauer
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Fachverband Güterbeförderung

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