Gildemeister AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Bielefeld (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich. ---------------------------------------------------------------------

GILDEMEISTER befreit sich von finanziellen Altlasten Die auf der letzten Hauptversammlung angekündigte Lösung bezüglich der Genuß- und Besserungsscheine wurde zwischenzeitlich ausgearbeitet und vertraglich fixiert. Die GILDEMEISTER Aktiengesellschaft will ihre aus der Sanierungsphase der Vorjahre stammenden Altlasten vorzeitig ablösen und damit den Weg für eine frühere Dividendenfähigkeit freimachen. Ausgangssituation:

Mit dem Jahresabschluß 1997 wurden die durch Verluste geminderten Genußscheine wieder auf ihren Nominalbetrag von 15 Mio DM aufgefüllt. Damit verbunden ist ein Aufleben der Zinsansprüche aus den Jahren 1994 - 1997. Die vertragliche Laufzeit der Genußscheine reicht mindestens bis zum Jahre 2009. Die Besserungsscheine im Nominalwert von 32 Mio DM wären unter Berücksichtigung des aktuellen Geschäftsverlaufs von GILDEMEISTER in den Jahren 1999 und 2000 rückzahlbar. Die Besserungsscheine müßten vorrangig (nach den Genußscheinansprüchen) in Höhe von 50 % des Jahresüberschusses bedient werden.

Dem Vorstand ist es nach einem langwierigen und schwierigen Verhandlungsprozeß gelungen, mit den kreditgebenden Banken und dem Land Nordrhein-Westfalen, den Inhabern der Genuß- und Besserungsscheine, die folgende Lösung auszuarbeiten und vertraglich zu fixieren. Der Aufsichtsrat hat dem Konzept auf seiner gestrigen Sitzung zugestimmt. Lösung: Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären auf der diesjährigen Hauptversammlung am 21. August 1998 eine Sachkapitalerhöhung nach @ 183 AktG durch Einbringung der Ansprüche aus Genuß- und Besserungsscheinen unter Ausschluß des gesetzlichen Bezugsrechts vorschlagen.

Durch die Umwandlung der Forderungen der Banken und des Landes Nordrhein-Westfalen aus Genuß- und Besserungsscheinen in Eigenkapital wird ein Liquiditätsabfluß vermieden. Die Wachstumsdynamik bleibt damit erhalten. Der Einbringungswert der Genuß- und Besserungsscheine entspricht ihrem gutachterlich bestimmten Barwert. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien wird entsprechend dem Durchschnittskurs der GILDEMEISTER-Aktie in der Zeit vom 10. August bis einschließlich zum 20. August 1998 auf der Basis der Schlußkurse der Düsseldorfer Börse festgelegt; er beträgt jedoch mindestens DM 115,-- und höchstens DM 150,-- je Aktie im Nennbetrag von DM 50,--. Die neuen Aktien sind ab 01. Januar 1998 gewinnberechtigt. GILDEMEISTER kann mit dieser Vorgehensweise seine Altlasten vorzeitig ablösen und seine Position auf dem Einkaufs-, Absatz- und nicht zuletzt auf dem Kapitalmarkt im Sinne seiner Aktionäre gestärkt und damit besser wahrnehmen.

Der Weg für eine frühere Dividende ist damit gegeben. Voraussetzung einer Dividendenfähigkeit ist, daß das Konzernjahresergebnis nach Aufwandsbelastung durch die Besserungsscheine ausreicht, den Bilanzverlust des Konzerns aus den Vorjahren auszugleichen. GILDEMEISTER hat das Geschäftsjahr 1997 erfolgreich abgeschlossen.

Der Konzernumsatz stieg erneut um 12 % auf 869,5 Mio DM. Insbesondere beim Auftragseingang legte der Konzern mit 23 % kräftig zu. Das Auftragsvolumen erreichte einen Wert von 940,8 Mio DM. Damit lag GILDEMEISTER auch 1997 wiederum über dem Branchentrend. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1997 betrug 18,3 Mio DM. Ein Ausblick auf den Geschäftsverlauf des ersten Halbjahres 1998 bestätigt den Wachstumskurs und deutet auf eine weitere Ergebnisverbesserung hin. Die Arbeiten zum Halbjahresabschluß laufen, und zur Bilanzpressekonferenz der GILDEMEISTER Aktiengesellschaft am 07.07.1998 werden konkrete Aussagen zum ersten Halbjahr 1998 möglich sein.

Ende der Mitteilung
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