AK: Österreichische Nettopreise bei Benzin nach wie vor im EU Spitzenfeld

Wien (OTS) - Die AK weist die Kritik des Fachverbandes der Erdölindustrie schärfstens zurück, wonach die AK "ihre Interpretationen des Preisgefüges auf unrichtige Zusammenhänge aufbaue". "Es bleibt dabei", so AK Konsumentenschützerin Gunda Kirchner, "bei den Nettopreisen liegt Österreich im Spitzenfeld
und ist teurer als Deutschland oder Italien". Die von der Minberalölwirtschaft genannten "besonderen Preisbildungsfaktoren" seien nur die altbekannte Ausrede dafür, daß sich die Benzinkonzerne in Österreich Extra-Gewinne sicherten. Für ihren Vergleich habe der Fachverband der Erdölindustrie seine Berechnungsgrundlage nicht offengelegt, kritisiert Kirchner. Da in Österreich die Steuer auf Ölprodukte niedriger als in anderen EU-Ländern sei, liege Österreich bei den Bruttopreisen günstiger als andere EU-Staaten - aber die übrhöhten Nettopreise zeigen, daß die österreichische Mineralölwirtschaft beachtlichen Spielraum zur Preissenkung habe, so Kirchner. ****

Österreich liegt bei Eurosuper mit mindestens 70 Groschen über dem EU Durchschnitt. Das ist eine Tatsache und keine Verbreitung von Fehlinformationen, weist die AK Expertin Kirchner die Behauptungen der Mineralölwirtschaft zurück. Es sei allerdings auffällig, daß der Fachverband seine berechnungsgrundlagen nicht so detailliert offengelegt habe, wie die AK. Daher könne niemand nachvollziehen, mit welchen "Preisbildungsfaktoren" der österreichische Bennzinpreis an die 11. Stelle komme. Ausschlaggebend für die
hohen Abgabenpreise sind nach wie vor die Nettopreise, erklärt die AK erneut: Und hier liege der Spielraum für eine Benzinpreissenkung.

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