Aktion Mikrochip für Haustiere

LR Bauer startet Initiative für Tiere und Tierfreunde

St.Pölten (NLK) - Weil jährlich tausende Tiere verloren gehen, gestohlen, ausgesetzt oder bei Unfällen verletzt werden und danach in den allermeisten Fällen nicht identifiziert werden können, startete Tierschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer gemeinsam mit der Tierschutzabteilung des Landes, der NÖ Tierärztekammer, den NÖ Tierheimen und dem Österreichischen Kynologenverband heute in St.Pölten die Initiative "Mikrochip für Haustiere".

Ziel dieser für Österreich erst- und einmaligen Aktion, die auf weltweite Erfahrungswerte zurückgreift, ist es, mittels einer einfachen, kostengünstigen und schmerzfreien Implantierung eines inaktiven Mikrochips in den Hals des Tieres eine eindeutige Identifikation zu ermöglichen und das Tier dem Besitzer rasch zurückgeben zu können, um so dem Tier Leid, den Tierheimen Kosten und den Besitzern Ungewißheit zu ersparen.

Bei der heutigen Pressekonferenz erklärte Landesrat Dr. Bauer, daß sich die Kosten für diesen Chip auf rund 200 Schilling belaufen, zuzüglich von etwa 100 Schilling für den Eingriff durch den Tierarzt und weiteren 150 Schilling für die Erfassung in einer europaweiten zentralen Datenbank, was sich jeder Tierfreund im Interesse seines Tieres leisten könne. Die Kosten für das entsprechende Lesegerät liegen zwischen 2.000 und 5.000 Schilling, wodurch es relativ kostengünstig möglich sei, so Bauer weiter, Grenzstationen, Tierärzte, -spitäler, -heime und Bezirkshauptmannschaften mit derartigen Geräten auszustatten.

In einem ersten Schritt werden die sechs NÖ Tierheime von der Firma virbac kostenlos mit Lesegeräten ausgestattet, während die Tierärzte Informationsmaterialien und Plakate zur Verfügung gestellt bekommen, um die Tierbesitzer auf diese sinnvolle Möglichkeit aufmerksam zu machen. Im weiteren sollen auch Tierärzte und Behörden motiviert werden, sich diese Lesegeräte anzuschaffen.

In Niederösterreich mit seinen etwa 120.000 Hunden und rund doppelt so vielen Katzen entlaufen pro Jahr ca. 1.200 Hunde, bei
80 Prozent der in Tierheimen landenden Katzen kann der Besitzer nicht eruiert werden. Von den 450 in Niederösterreich praktizierenden Tierärzten haben sich bereits 80 Prozent der auf Freiwilligkeit basierenden Initiative angeschlossen.

Neben diesen Vorteilen für Tier und Tierfreund sowie der Verwaltungsvereinfachung kann damit auch das Unwesen eingedämmt werden, Tiere einfach auszusetzen. Dazu kommt, daß bei Auslandsreisen in absehbarer Zeit überall eine eindeutige Kennzeichnung des Tieres als Voraussetzung für eine Einreiseerlaubnis verlangt werden wird. Schlußendlich ist der Mikrochip für Haustiere auch dazu geeignet, eines Tages zum Beispiel die traditionelle Hundemarke zu ersetzen.

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