Sponsion der ersten Absolventen des FH-Studienganges Elektronik

WKÖ: Bedeutung der Fachhochschulen nicht zu unterschätzen 70 Prozent der Führungskräfte in Deutschland FH-Absolventen

PWK - Der Fachhochschul-Studiengang Elektronik ist auf Initiative des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie entstanden und nahm im Herbst 1994 seinen Betrieb am TGM auf. Derzeit studieren an die 320 Studenten in diesem neu geschaffenen Bildungszweig. "Aufgaben des jeweiligen Berufsfeldes sowohl entsprechend dem Stand der Wissenschaft als auch den Anforderungen der Praxis zu lösen, ist der leitende Grundsatz bei den Fachhochschul-Studiengängen", erklärte Klaus Schedler von der Gruppe Bildungspolitik der Wirtschaftskammer Österreich anläßlich seiner Laudatio bei der Sponsion der ersten 60 Elektronik-Absolventen. ****

"Die Fachhochschulen bringen aber nicht nur den Studenten, sondern auch der Wirtschaft Vorteile", betonte Schedler. Für die Wirtschaft bedeutet die verpflichtende praktische Ausbildung in den Unternehmen, die jeder Student während seines Studiums absolvieren muß, daß der Absolvent neben seinem theoretischen Wissen bereits Praxiserfahrung mitbringt und damit nicht mehr so lange auf Kosten der Unternehmen ausgebildet werden muß. Für die Teilnehmer des FH-Studienganges gibt es keine bürokratischen oder administrativen Hürden zu überwinden. Durch die limitierte Zahl an Studenten kann es nicht zu einer Verzögerung der Studiendauer kommen, die außerhalb des Einflußbereiches des Studenten liegt. Hinzu kommt noch der gesamtwirtschaftliche Nutzen, daß die Ausbildungskosten für Fachhochschulabsolventen bei weitem geringer sind als jene für Universitätsabsolventen.

Die Ausbildungsschwerpunkte des Fachhochschul-Studienganges Elektronik sind nicht auf rein technische Gebiete beschränkt, sondern es wird auch großer Wert auf eine Sprachausbildung (Englisch, Französisch, Spanisch, sogar Japanisch als Freifach) und auf wirtschaftliche (Management) und persönlichkeitsbildende Aspekte gelegt. Die Absolventen verlassen die Fachhochschule daher als breitbandig ausgebildete, universell einsetzbare Fachkräfte, die auch für zukünftige Führungspositionen vorbereitet sind. Als fertige Diplomingenieure (FH) sind die Absolventen des Studienganges Elektronik nebenbei auch im gesamten EU-Raum anerkannt.

"Ein Vergleich mit der Situation in Deutschland zeigt, wie wichtig die Rolle der Fachhochschulen im allgemeinen einzustufen ist: In Deutschland sind bereits 70 Prozent der Führungskräfte Fachhochschulabsolventen und wir hier in Österreich dürfen nicht versäumen, in eine ähnliche Richtung zu gehen", so Schedler. (Schluß) pt

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