Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten beschliesst Rechnungsabschluss 1997

Pensionsaufwand 97 Milliarden Schilling

Wien (OTS) - Die Generalversammlung hat in ihrer Sitzung vom 24. Juni 1998 des Jahresabschluß für das Jahr 1997 einstimmig genehmigt. An der Spitze der Aufwendungen steht naturgemäß der Pensionsaufwand, der im Jahr 1997 rund 97 Milliarden Schilling betrug und gegenüber dem Vorjahr um 4,2 % angestiegen ist. Die durchschnittliche Anzahl der Pensionen stieg im Berichtsjahr auf 550.593 die Höhe der Durchschnittspension auf S 12.463,-.

Ausgleichszulagen

Für Ausgleichszulagen hatte die Anstalt im Berichtsjahr fast 627 Millionen Schilling aufzuwenden. Die Steigerung um 7,6 % zum Vorjahr ist fast ausschließlich auf die zusätzliche Ausgleichszulage zurückzuführen, die im Rahmen des Strukturanpassungsgesetzes gewährt wurde.

Aufwand an Gesundheitsvorsorge und Rehabilitation

Fast 1.475 Millionen Schilling hat die Anstalt im Berichtsjahr für Gesundheitsvorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen aufgewendet. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 1,9 %. Grund dafür sind buchungstechnische Änderungen als Folge des Wegfalles der Umsatzsteuerbefreiung. Erstmals fielen zusätzliche Aufwendungen in der Höhe von 57,3 Millionen aus der nicht mehr abziehbaren Vorsteuer an und erstmals wurden auch die von den Pensionsversicherungsträgern zu leistenden Beiträge für die Krankenanstaltenfinanzierung ausgewiesen, die 6,3 Millionen Schilling betragen.

Eigener Verwaltungsaufwand nur 1,18 %

Der Verwaltungs- und der Verrechnungsaufwand konnte im Vergleich zum Gesamtaufwand um 0,4 % gesenkt werden und betrug 1.851 Millionen. Davon entfallen auf den eigenen Verwaltungsaufwand 1.256 Millionen was im Vergleich zum eigenen Verwaltungsaufwand von 1996 eine Verringerung um 2,3 % bedeutet. Damit konnte die Tendenz des seit 1992 fallenden Verwaltungsaufwandes fortgesetzt werden. Dieses Ergebnis war möglich, weil die seit 1996 verstärkt betriebenen Sparmaßnahmen auch im Berichtsjahr 1997 konsequent fortgeführt wurden.

Erträge

Bei den Erträgen stehen an der Spitze die Beitragseinnahmen aus Pflichtbeiträgen mit einem Betrag von 84.122 Millionen. Dies bedeutet eine Steigerung von 3,5 % gegenüber dme Vorjahr. Die Beitragseinnahmen insgesamt liegen bei 85.786 Millionen. Stark rückläufig sind die Einnahmen aus dem Einkauf von Schulzeiten, welche mit 373 Millionen gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 59,9 % zu verzeichnen hatten. Aus dem Einkauf von Studienzeiten wurden rund 184 Millionen eingezahlt, was eine Steigerung gegenüber 1996 von 1 % bedeutet. Es gibt nur mehr wenige Neuanträge aus diesem Titel und die Einnahmen beziehen sich überwiegend auf Eingänge von Ratenzahlungen aus den im Jahr 1996 gestellten Anträgen.

Bundesbeitrag

Im Berichtsjahr erhielt die Anstalt einen Bundesbeitrag von 8,2 Milliarden Schilling, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 13,1 % bedeutet.

Ausgleichsfonds

Im Berichtsjahr wurden an den Ausgleichsfonds 19.553 Millionen Schilling bezahlt, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 3,5 % bedeutet. Refundierte Beiträge aus dem Ausgleichsfonds betrugen 11.282 Millionen (eine Steigerung um 7,3 %). Die Differenz zwischen refundierten Beiträgen aus dem Ausgleichsfonds und einbezahlten Beiträgen an den Ausgleichsfonds entspricht in etwa der Höhe des Bundesbeitrages.

Mehr als 106 Milliarden Gesamtaufwand

Den Gesamtaufwendungen von 106.730 Millionen (Steigerung gegenüber 1996 + 3,9 %) stehen Erträge von 106.352 Millionen (Steigerung gegenüber 1996 4,2 %) gegenüber. Es ergibt sich somit ein Mehraufwand von 378 Millionen. Dies ist gegenüber 1996 ein Rückgang um 36,1 %.

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Pensionsversicherungsanstalt der Angestellten,
Pressestelle, Johannes Pundy
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