Minister Blanco: Freihandel mit EU hat für Mexiko hohe Priorität

Verhandlungen starten während Österreichs EU-Vorsitz

Wien (PWK) - "Mexiko ist an einem baldigen Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union sehr interessiert", erklärte der mexikanische Minister für Handel und Industriepolitik, Herminio Blanco Mendoza, vor dem Club Internationale Wirtschaft. Die formellen Verhandlungen sollen im Juli beginnen. Mexiko erhofft sich von der österreichischen EU-Präsidentschaft Unterstützung für einen zügigen Verhandlungsverlauf. ****

"Für Mexiko ist die EU nach den USA der wichtigste Handelspartner und Investor", sagte Blanco. In den letzten Jahren sei allerdings ein deutlicher Rückgang der gegenseitigen Marktanteile festzustellen. Der Grund dafür läge einerseits in der Entwicklung der NAFTA, andererseits in der Ausweitung der EU. Die Wirtschaftsverflechtungen innerhalb beider Räume hätten zulasten der Drittstaaten zugenommen.

Mit dem Abbau der Zollschranken gegenüber der EU wolle Mexiko verstärkte Wirtschaftsbeziehungen mit den europäischen Ländern und gleichzeitig eine größere Streuung des Außenhandels erzielen.

Minister Blanco betonte, daß Mexiko für die EU einen attraktiven Wirtschaftspartner darstellt - als Tor zu den NAFTA-Ländern USA und Kanada, aber auch als eigenständiger Markt. Gezielte Reformen und weitreichende Privatisierungen hätten Mexikos Wirtschaft große Dynamik verliehen. Als Zielland für Investitionen liege Mexiko weltweit an zweiter Stelle hinter China.

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