Vorausmeldung zu GEWINN Ausgabe 7/8 1998 Ruttenstorfer will Steuerangleichung mit dem Ausland

Wien (OTS) - In der am Mittwoch erscheinenden Juli-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins GEWINN, fordert Finanz-Staatssekretär Dr. Wolfgang Ruttenstorfer in der EU ein "koordiniertes Vorgehen bei der Reduzierung der Staats- und Steuerquote. "Es soll einen fairen Wettbewerb geben, etwa bei billigerem Strom und günstigeren Telekomgebühren", so Ruttenstorfer gegenüber GEWINN. "Wir brauchen qualifizierte Jobs für qualifizierte Leute - und das eben nicht nur beim Staat, sondern vor allem Dienstleistungsbereich. Was denn öffentlichen Dienst anlangt, so ist es gelungen, die Ausgabendynamik zu brechen, aber wir müssen weiter durchforsten, müssen überlegen, was dezentralisiert werden kann, was sich auslagern läßt oder öffentlich verbessert angeboten werden kann", fordert Ruttenstorfer. Im Zuge der EU-Steuerhamonisierung sei die Börsenumsatzsteuer sicherlich zu überdenken. Gleiches gelte auch für die Zwölf-Monate-Frist bei der "Spekulationssteuer". Ruttenstorfer: "Für mich steht fest, daß unsere Spekulationssteuer im internationalen Vergleich auffällig ist. Man sollte nachdenken, wie andere Märkte diese Frage behandeln, und daran Maß nehmen. Mit Hinweis auf die für den Herbst erwarteten ersten Ergebnisse der Reformkommission, kündigt Ruttenstorfer gegenüber GEWINN Einsparungen bei der Wohnbauförderung an. "Es ist zu überdenken, ob in der heutigen Niedrigzinsphase die Wohnbauföredrung unverändert weiter geführt werden soll. Da geht es immerhin um ein Volumen von rund 30 Milliardsen Schilling. Zumindest ein Teil davon läßt sich schon hinterfragen", so Ruttenstorfer.

Entwurf des Abgabenänderungsgesetzes 1998: "Viel Zuckerbrot und wenig Peitsche" für Unternehmer und Besserverdiener

Der derzeit in Begutachtung befindliche Entwurf des Abgabenänderungsgesetzes 1998 bringt für Unternehmer, Vermieter und Besserverdiener "viel Zuckerbrot und wenig Peitsche". Wie das Wirtschaftsmagazin GEWINN in seiner am Mittwoch erscheinden Ausgabe berichtet, enthält der Gesetzesentwurf einige Steuererleichterungen. Demnach darf bei sogenannten "Jubiläumsgelder", die Dienstnehmern nach langer Betriebzugehörigkeit ausgezahlt werden, ab dem kommenden Jahr wieder steuerwirksame Rückstellungen gebildet werden und Hausbesitzer sollen ein Jahr länger Zeit bekommen, ihre Mietzinsreserven in Haussanierungsmaßnahmen zu investieren. Wenig erfreuliches hält der Entwurf allerdings für Steuersünder bereit. Die Strafen für Steuervergehen sollen empfindlich verschärft werden.

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