Vorausmeldung zu GEWINN Ausgabe 7/8 1998

Wien (OTS) - Tirol hat die teuersten Baugrundstücke=

Tirol hat die teuersten Baugrundstücke Österreichs.
In der alljährlich vom Wirtschaftsmagazin GEWINN durchgeführten -einzigen österreichweiten - Grundstückspreiserhebung wurden heuer die Quadratmeterpreise von 1.100 Gemeinden erfaßt. Mit durchschnittlich 6.000 Schilling pro Quadratmeter am teuersten abgeschnitten, hat dabei Absam bei Hall in Tirol. Auch die Plätze zwei bis sechs im GEWINN-Preisranking gingen nach Tirol, mit knapp 4.200 Schilling pro Quadratmeter Baugrund erst auf Platz sieben, die erste Nicht-Tiroler Gemeinde: Klosterneuburg. Insgesamt wurde Österreichs Grund und Boden, wie schon in den letzten vier Jahren, wieder deutlich billiger. Am Wörther See sind die Preise im Vergleich zu 1993 um bis zu 20 Prozent eingebrochen. Die umstrittenen Grundverkehrsgesetze sehen viele Immobilienmakler als eine der Hauptursachen für den Preisabsturz. Ausländische - vor allem deutsche Kaufinteressenten zeigen sich von den komplizierten Kaufbeschränkungen deutlich verunsichert. Der Bundesinnungsmeister der Immobilien- und Vermögenstreuhänder Gerhard Steller, sieht Immobilien aber nach wie vor als eine der sichersten Anlageformen. "Die Preisentwicklung bei Häusern, Wohnungen und Grundstücken muß man längerfristig betrachten. In den letzten zehn Jahren brachten Immobilien durchschnittliche Renditen von sieben, acht Prozent", so Steller. Einen deutlichen Aufwärtstrend erwartet sich Steller auch durch den bevborstehenden Start des Euro. "Wir merken doch eine leichte Verunsicherung bei den Anlegern. Die Tendenz geht eindeutig in Richtung Sicherheit. Und Immobilien sind sicher. Wer jetzt kauft, ist also sicher gut beraten", empfiehlt Steller. Die GEWINN-Grundstückspreisübersicht mit 1.100 Gemeinden kann auch über die GEWINN-Internet-Homepage www.gewinn.co.at abgefragt werden. Erhoben wurden die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für 600 bis 800 Quadrtmeter große Baugrundstücke. Nicht enthalten sind die Aufschließungskosten und Gebühren für Kanal-, Gas- oder Wasseranschlüsse

Die teuersten Quadratmeter Österreichs:

Absam (T): 6.000 Schilling

Thaur (T): 5.500 Schilling

Lans (T): 5.000 Schilling

Hall (T): 5.000 Schilling

Götzens (T): 4.750 Schilling

Kirchberg (T): 4.500 Schilling

Klosterneuburg (NÖ): 4.175 Schilling

Durchschnittspreis pro Quadratmeter in öS laut Gemeindeangaben

Constantia Privatbank kauft Immobilie um 178 Millionen Schilling

Die Constantia Privatbank ist nach ihrem Drei-Milliarden-Coup mit dem Business Park Vienna der Wienerberger im letzten Jahr weiter auf der Suche nach lukrativen Anlageobjekten. Wie das Wirtschaftsmagazin in seiner am Mittwoch erscheinden Ausgabe exklusiv berichtet, wurde die Constantia um 178 Millionen Schilling Alleineigentümerin des "Stephanshofes" in der Jasomirgottstraße 3-5 im Ersten Bezirk von Wien. Zur Hälfte war man es schon seit 1991. In den letzten Jahren wurden die eingemieteten Gastronomiebetriebe von der CPB umgesiedelt, und man hat das Haus komplett vom Keller bis zum Dach aufwendig renoviert. Der Nobel-Italiener Cantinetta Antinori ist der bekannteste Untermieter in den neugeschaffenen Geschäftsflächen. "Bei zwei noch freien Lokalen sind wir derzeit gerade in der Verwertung", ist Petrikovics derzeit noch auf Mietersuche. Verkäufer des Stephanshofes sind die Civitas-Wohnungseigentum und die R. S. Immobilien von Architekt Heinz Pedrini und Othmar Nedoluha.

Rotes Kreuz erbt und verkauft drei Häuser

Das Österreichische Rote Kreuz trennte sich von drei Wiener Immobilien. Verkauft wurden die Wollzeile 14 im Ersten Bezirk, die Sechshauser Straße 23 im 15. und die Florianigasse 63 im Achten Bezirk. Der Käufer ist in allen drei Fällen die Linzer Immotrend Gebäude- und Immobilientreuhand von Christian Albert Mitterbauer und Dr. Klaus Pauzenberger. Insgesamt brachte der Verkauf dem Roten Kreuz 32,5 Millionen Schilling ein. "Selten, aber doch wird uns etwas vererbt. Weil wir aber weder Hausbesitzer noch Immobilienverwalter sind, lassen wir die Häuser schätzen und schreiben sie zum Verkauf aus", erklärt der Geschäftsführer des Wiener Roten Kreuzes Dr. Otto Klaus Burger. Das Wiener Rote Kreuz macht einen jährlichen Umsatz von rund 600 Millionen Schilling. "Spenden machen davon höchstens zehn Prozent aus. Damit finanzieren wir in erster Linie außerordentliche Leistungen wie etwa den Krankentransport von Nichtversicherten", so Burger.

Die Bertalanffy Privatstiftung kauft 52-Millionen-Haus

Anfang März wechselte ein mehrgeschossiges Mietswohnhaus in der Schwarzspanierstraße/Ecke Günthergasse im Neunten Bezirk den Besitzer. Die Peter und Helga von Bertalanffy Privatstiftung erwarb das Zinshaus um 52 Millionen Schilling von der Pfleger-Immobilienverwaltung. "Es handelt sich bei dem Gebäude um ein reines Anlageobjekt", erklärt Dr. Karl Grigkar, Vorstandsmitglied der Stiftung.

60-Millionen-Projekt der Rauch-Öl

Das Dachgeschoß des denkmalgeschützten BiedermeierDurchganghauses Lerchenfelder Straße 13/Neustiftgasse 16 in Wien-Neubau wurde im Oktober 1997 von der Rauch-Gesellschaft gekauft. Der oberösterreichische Altölsammler mit Sitz in Pasching ließ die 2.200 Quadratmeter in 20 Dachgeschoßwohnungen umbauen. Laut dem Verwalter und zugleich auch für den Umbau zuständigen Zivilingenieur für Bauwesen DI Mehmet Topal haben die Wohnungen einen Gesamtwert von rund 60 Millionen Schilling. 14 seien bis jetzt schon verkauft worden. Die noch freien Wohnungen sind zwischen 90 und 200 Quadratmeter groß. Die restlichen 60 Wohnungen und die rund 20 Geschäftslokale des 1840 erbauten Durchganghauses haben derzeit, laut Topal, rund 40 verschiedene Eigentümer.

Verloren und wiedergefunden

Als der Versicherungsbetrieb der Wiener Städtische Versicherung vor sechs Jahren in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde, gingen bei den diversen Vermögensumschichtungen und Firmenverschmelzungen zwei Immobilienbesitze "verloren": die Ecke Johann-Strauß-Gasse 16/Rainergasse 20a sowie die Steiermärkische Landesdirektion am Gürtelturmplatz 1 in Graz. Seit Ende April steht die Wiener Städtische AG nun auch bei diesen Häusern im Grundbuch.

Konsum- Restpostenverkauf

Vom Konsum gibt es noch Restposten, die nun Zug um Zug verwertet werden. Auf dem Immobiliensektor ist eine ehemalige Konsum-Tochter, die Konsens-Immobilien, mit dem Abverkauf beschäftigt. Konsens-Geschäftsführer Johann Trötzmüller hat die Firma vor zwei Jahren in einem Management-Buyout erworben und seitdem rund 200 Immobilien im Gesamtwert von etwa 300 Millionen Schilling aus dem Konsum-Nachlaß vermittelt. Zuletzt konnte er für eine Wohnung in der Hainburger Straße 66 im Dritten Bezirk von Wien um knapp mehr als 400.000 Schilling einen privaten Abnehmer finden. Trötzmüller: "Der Rest ist nur noch äußerst schwer zu verkaufen. Teils sind es vermietete Wohnungen, teils Industriegründe, teils alte Filialgebäude, die von den Mitbewerbern nicht übernommen worden sind." Nach dem Auslaufen des Konsum-Abverkaufs will sich Trotzmüller nun als selbständiger Makler mit Schwerpunkt auf Eigentumsimmobilien im Markt etablieren.

Raiffeisen Versicherung verkauft Währinger Wohnhaus

Anfang Mai verkaufte die Raiffeisen Versicherungs AG das Wohnhaus Dr.-Heinrich-Maier-Straße 20. Um den Preis von 11,9 Millionen Schilling wechselte das in Währing gelegene Gebäude in den Besitz eines Arztes.

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