Jubiläumsfeier im Schloß Greillenstein

Landeshauptmann Pröll: Symbol für Niederösterreichs Umgang mit seinen Kulturgütern

(nlk) - Anläßlich der heutigen Jubiläumsverstaltung zum fünfjährigen Bestehen des "Vereines der Freunde und Gönner des Schlosses Greillenstein" bei der gleichzeitig auch die ersten 5 Mio S für Restaurierungsarbeiten und der 75. Geburtstag des Vereinsgründers, Ökonomierat Karl Graf Kuefstein, gefeiert wurden, sagte Landeshauptmann Erwin Pröll, Schloß Greillenstein sei in mehrfacher Hinsicht symbolhaft für das Verhältnis Niederösterreichs zu seinen Kulturgütern. Zum einen stehe es symbolhaft für den Reichtum der Kultur und Kunstgeschichte Niederösterreichs, als Wegweiser für harmonische Gestaltung und als Identifikationsbeispiel für ein Stück Heimat. In einer Zeit des größerwerdenden Europas wäre das sehr wichtig, weil es daran erinnere, wo die Wurzeln und Zeugen unserer Tradition liegen. Das Spannungsfeld Heimatverbundenheit-Weltoffenheit sei eine Herausforderung. Es gehe aber auch viel Innovationskraft davon aus. Zum zweiten symbolisiere Schloß Greillenstein in Niederösterreich mit seinen Kulturgütern, die man nicht als Last, sondern als Auftrag empfinde. Hier gelte es, Verantwortung zu übernehmen, mit dem Erbe sorgsam umzugehen, es zu pflegen und weiterzugeben. Zm dritten sei es ein Symbol, wie man mit solchen Herausforderungen in Niederösterreich umgehe. Das Zusammenspiel vieler Akteure sei beispielhaft für die Arbeit in Niederösterreich, dieser Geist des Miteinander möge Schule machen. Dem Jubilar, Ökonomierat Karl Graf Kuefstein, dankte der Landeshauptmann für seine Verpflichtung dem Erbe gegenüber, für seine richtungsweisende Funktionärstätigkeit bei Jagd, Land- und Forstwirtschaft und für seine gesellschaftliche Orientierungsleistung. Das Waldviertel brauche viele gesellschaftliche Impulse, die die Basis für eine gute kulturelle und wirtscahftliche Entwicklung liefern. Abschließend erteilte der Landeshauptmann dem Jubilar den Auftrag, seine Erfahrung weiter einzubringen, für den Aufbruch im Land, das vom Zusammenspiel zwischen Jugend und Erfahrung lebe.

Der nunmehr fünf Jahre bestehende Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, unter Ausschluß von Gewinnstreben Spendengelder für die Erhaltung des Schlosses Greillenstein zu sammeln. Die bisher zustandegekommenen 5 Mio S stammen aus Spendengeldern (1,5 Mio S), vom Kulturreferat des Landes (1,7 Mio), und vom Bundesdenkmalamt (1,7 Mio) und wurden für Dach, Dachstuhl, Fassade, Kamine, Gaupen und Arkaden verwendet.

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