Umfrage des Familienministeriums bestätigt:

Sekten sind kein Randgruppenproblem

St.Pölten (NLK) - Sekten sind kein Randgruppenproblem: Bei der kürzlich durchgeführten "Life-Style"-Umfrage des Familienministeriums stellte sich heraus, daß 77 Prozent der 4.500 Befragten schon mindestens einmal von Mitgliedern einer Sekte angesprochen wurden. Zwei Prozent der Befragten bezeichneten sich selbst als Sektenmitglieder. "Ich glaube, daß sind Zahlen, die uns noch mehr als bisher alarmieren müssen", meinte heute Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop. Gerade Arbeitslose, Jugendliche oder sozial Isolierte seien offenbar die bevorzugten Zielgruppen der Sekten. In Niederösterreich müßte man mit rund 30.000 Sektenmitgliedern rechnen, also wesentlich mehr als bisher angenommen. Niederösterreich habe auf diese Entwicklung richtig reagiert und bereits im Vorjahr eine Landesstelle für Sektenfragen eingerichtet. Prokop: "In Niederösterreich sind vor allem Sahaja Yoga und Universelles Leben auf dem Vormarsch. Wir werden also unsere Aufklärungsarbeit verstärken und uns vor allem auf Jugendliche und sozial Schwache konzentrieren."

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK