ESSO Bilanz 97: Inlandsabsatz stärkt bestehende Marktpostion

Dennoch starker Druck auf Ertragssituation

Wien (OTS) - Das vergangene Jahr war von starken Preisschwankungen für Rohöl und Fertigprodukte auf den internationalen Märkten gekennzeichnet. Auch in Österreich wurden die kräftigen Preisschwankungen im 3. Quartal durch den, verglichen mit dem Jahresbeginn, teuren US-Dollar noch verstärkt. Die notwendigen Anpassungen unserer lokalen Verkaufspreise an die internationale Entwicklung machte sich für den Konsumenten verstärkt durch die häufigen Änderungen der Treibstoffpreise an den Tankstellen bemerkbar. Esso Austria konnte die Marktentwicklung zwar voll mitmachen - der Inlandsabsatz von rund 870 kto hat die bestehende Marktposition gestärkt - doch wurde durch den zum Teil scharfen, regional unterschiedlichen Preiswettbewerb die Ertragssituation gedrückt. Die um die Mineralölsteuer von 3.143,5 Mill. Schilling verringerten Umsatzerlöse beliefen sich auf 4.347,1 Mill. Schilling und konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die Esso Austria AG erwirtschaftete einen Bilanzgewinn von 70,9 Mill. Schilling gegenüber 105,4 Mill. Schilling im Jahr 1996. Das Betriebsergebnis war gegenüber dem Vorjahr deutlich niedriger, da die gestiegenen Beschaffungskosten nicht im vollen Umfang an den Markt weitergegeben werden konnten. Das im Vergleich zum Vorjahr schlechtere Finanzergebnis erklärt sich aus niedrigeren Beteiligungserträgen.

Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation hat Esso Austria verschiedene Kostensenkungprogramme fortgesetzt und wird diese auch in Zukunft weiter forcieren.

Dazu gehört ein Projekt, mit dem sich Esso seit einiger Zeit weltweit beschäftigt, mit dem Ziel, Geschäftsabläufe in den verschiedenen Gesellschaften global zu vereinheitlichen. Hierzu bedarf es sowohl einer Standardisierung der Geschäftsabläufe als auch der EDV-Systeme. Durch die intensivere Zusammenarbeit mit anderen Konzerngesellschaften wird die Effizienz weiter gesteigert. Was mittelgroße Unternehmen durch Fusionen und Allianzen anstreben, kann bei der Größe von Exxon im eigenen Konzern erreicht werden. Die Pilotfunktion für dieses weltweite Projekt hat Esso Central Europe inne, wozu unter anderem Esso Austria, Esso Deutschland und Esso Schweiz gehören.

Auf dem Tankstellensektor wurden weitere unrentable Tankstellen geschlossen. Esso Austria ist derzeit mit 280 Tankstellen am österreichischen Markt vertreten. Weiter Schließungen sind aufgrund des anhaltenden Kostendrucks vorgesehen.

Der Kunde steht bei ESSO auch weiterhin im Mittelpunkt:

> ESSO hat einen eigenen Bereich "Auftragsabwicklung" geschaffen, da effiziente Kundenbetreuung nicht nur am Tankstellensektor gefragt ist. Die bislang in verschiedenen Organisationseinheiten angesiedelten Tätigkeiten, von der Auftragsannahme über die Disposition bis hin zur Auslieferung und Fakturierung wurden in einem Bereich zusammengefaßt. So können alle Kundenwünsche schneller und effizienter erfüllt werden.

> ESSO hat die Aktivitäten in Convenience-Bereich verstärkt, hier bietet vor allem das Shop-Geschäft neue Umsatzchancen. Sehr zufrieden waren unsere Kunden mit dem Snack & Shop Konzept. Das spiegelt sich in den gestiegenen Absatzziffern wider, obwohl in Österreich aufgrund der einschränkenden Gewerbeordnung und der Monopolregelung für Tabakwaren deutliche Einschränkungen bezüglich Offenhaltezeiten und Warensortiment gegenüber den westlichen Nachbarländern bestehen. Außerdem orientiert sich auch der Lebensmittelhandel in letzter Zeit vor allem im Bereich der Offenhaltezeiten immer mehr an den Bedürfnissen des Kunden, was den Konkurrenzdruck noch verschärft. Esso wird auch weiterhin an ihrem Konzept arbeiten, um den Kunden ein noch reichhaltigeres Angebot und ein noch besseres Service bieten zu können.

> ESSO hat im vergangenen Jahr rund 160 Mill. Schilling in Österreich investiert, wovon der größte Teil dem Ausbau unseres modernen Tankstellennetzes gewidmet war.

Das Industrie- und Händlergeschäft war auch im abgelaufenen Jahr ein hart umkämpfter Geschäftsbereich, trotzdem haben wir unsere Marktposition weiter gefestigt. Hier konnten wir vor allem bei Spezialprodukten punkten. Weiters wurde zur Jahresmitte 97 unsere neu konzipierte, europaweit gültige Nutzfahrzeug-Motorenöllinie auf dem österreichischen Markt eingeführt.

Die Österreichische Fernwäremegesellschaft, eine Organtochter der ESSO Austria AG, konnte die warmen Witterungsverhältnisse nicht beeinflussen, was sich deutlich auf die Wärmeverkäufe auswirkte, doch wurde ein Teil durch Energielieferverträge mit industriellen Abhnehmern wettgemacht.

1997 konnte sich die ÖFWG im Rahmen einer EU-Ausschreibung beim Projekt "Energie- und Medienzentrale" in Heiligenkreuz/Bgld. gegen härteste Konkurrenz durchsetzen und liefert in dem von der EU geförderten Wirtschaftspark Dampf, Heißwasser, Kälte, Strom Prozeßwasser und Druckluft an dort angesiedelte Industriebetriebe.

Rückfragen & Kontakt:

ESSO Austria AG, Pressestelle
Dr. H.P. Weingartner
Tel.: 01-50 140/312 DW

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS