Euro: 45 % der Unternehmen erwarten erhöhte Wettbewerbsfähigkeit

WKÖ-Vizepräsident Haiden präsentiert neueste Euro-Umfrage - Vorbereitung zumeist in Planung, Erwartungen generell positiv

Wien (PWK) - Österreichs Unternehmen erwarten sich von der Euro-Einführung überwiegend positive Effekte. Fast jeder zweite Betrieb sieht sich bereits in der ersten Phase der Währungsumstellung von 1999 bis 2001 betroffen; die Euro-Vorbereitungen sind bei jenen vor allem in den Bereichen EDV-Software, Buchhaltung und Zahlungsverkehr am weitesten gediehen. Darüber hinaus wissen rund drei Viertel aller Kammermitglieder über das Euro-Service und die Euro-Beauftragten der Wirtschaftskammern Bescheid. Dies ergibt eine Mitglieder-Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich, die WKÖ-Vizepräsident Rene Alfons Haiden, am Donnerstag, dem 25. Juni, im Haus der Wirtschaft vorstellte. ****

"59 Prozent der befragten Unternehmen sind der Meinung, daß die Einführung des Euro durch den Wegfall von Währungsschwankungen zu mehr Berechenbarkeit führt. Ebenso erwarten sich die Betriebe in überwiegendem Maße (52 Prozent) eine Reduktion der Transaktionskosten sowie erleichterten Marktzugang im Ausland", berichtete Haiden. Dies sind augenscheinliche Vorteile, worüber die Euro-Beauftragten der Wirtschaftskammern seit langem informieren. Ob sich die Unternehmen durch einen etwas verschärften Wettbewerb - dies erwarten sich 53 Prozent der Kammermitglieder - aber trotzdem gute Marktchancen einräumen, das muß jeder Unternehmer für sich allein entscheiden. "Um so erfreulicher ist daher das Umfrage-Ergebnis, nach dem 45 Prozent der Betriebe durch die Euro-Einführung mit erhöhter Wettbewerbsfähigkeit rechnen", strich Haiden hervor. "Vor allem jene, die rechtzeitig umstellen, mit Innovationsgeist und Flexibilität agieren und ihre Marketingstrategie den neuen Gegebenheiten wie zB mehr Preistransparenz - wird von 44 Prozent der Unternehmen erwartet - anpassen, werden durch die Einführung der gemeinsamen Europawährung tatsächlich mit besseren Marktchancen rechnen können". Für einen Kaufkraftabfluß durch die Währungsumstellung sehen 70 Prozent der Unternehmen keinen Anlaß.

46 Prozent der Wirtschaftskammer-Mitglieder geben an, daß ihr Unternehmen schon in der ersten Phase von 1999 bis 2001 auf den Euro wechseln wird, "wobei es sich hier insbesondere um größere und mittlere Betriebe sowie um Handelsbetriebe handelt", ergänzte Haiden. Als betroffene Bereiche werden in diesem Zusammenhang vor allem Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Auspreisung von Waren und Dienstleistungen sowie EDV-Software angeführt.

Schwierig ist es von seiten der Wirtschaftskammer, jedes einzelne Unternehmen zu motivieren, sich ernsthaft mit der Umstellung auseinanderzusetzen, denn "wie die Umfrage ebenfalls zeigt, nützten jene, die sich noch nicht mit der Euro-Einführung beschäftigt haben, bislang auch kaum oder gar nicht das Euro-Informationsangebot der Wirtschaftskammern", so der WKÖ-Vizepräsident. "Doch unser 'Sickerungsprozeß-Plan' geht weiter: die eben an jedes österreichische Unternehmen versandten Euro-Brancheninformationen erläutern sehr konkret die spezielle Umstellungsvorbereitung für die einzelnen, sprich 51 Wirtschaftszweige. So wollen wir die Hemmschwelle senken und den Betrieben den Umstellungsschritt so leicht wie möglich machen".

Die Umfrage ging auch auf den Stand der Vorbereitungen der heimischen Wirtschaft ein und zeigt auf, daß praktisch alle Unternehmen, die sich bereits in der ersten Phase der Währungsunion betroffen fühlen, auch schon Maßnahmen zur Umstellung initiiert haben; im Bereich der Buchhaltung befinden sich 39 Prozent davon in der Durchführungs- bzw. in konkreter Planungs-Phase, bei 43 Prozent wird die Umstellung zumindest bereits diskutiert. Ähnliches gilt für den Zahlungsverkehr und die Auspreisung von Waren und Dienstleistungen. Die Umstellung der EDV-Software wurde bereits von 40 Prozent aktiv in Angriff genommen.

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