Gumpinger: Familienpaket darf nicht aufgeschnürt werden Familienbund fordert Pakttreue der SPÖ ein

Wien (OTS) - Die begleitenden familienpolitischen Maßnahmen zur Steuerreform sind schon vor Monaten mit Unterschrift beider Koalitionspartner beschlossen worden. Es sei daher unerklärlich, warum die SPÖ, die das Familienpaket mit riesengroßen Inseraten in Tageszeitungen als ihren Erfolg gefeiert hat, plötzlich paktuntreu wird, stellte heute der Präsident des Österreichischen Familienbundes, LAbg. Mag. Otto Gumpinger mit großer Empörung fest.

Die Haltung von Finanzminister Edlinger zeigt einmal mehr welchen Stellenwert Familienpolitik in der SPÖ hat. Braucht der Finanzminister Geld, so will er sofort offensichtlich ohne Nachzudenken, wieder jener Bevölkerungsgruppe Verbesserungen vorenthalten, die für den Staat die größte finanzielle und ideelle Leistung bringt.

Auch plakatierte Aussagen von Frauenministerin Prammer, Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzen zu wollen, sind nun in einem anderen Licht zu sehen. Was ist mit der Pakttreue bezüglich der Anhebung des Karenzgeldes, der Teilzeitbeihilfe und des Teilkarenz? Der Familienbund stellt schon die Frage, ob Frauenministerin Prammer noch die Interessen der Frauen vertritt oder am ideologischen Gängelband von Finanzminister Edlinger hängt.

Wie Gumpinger feststellt, seien die paktierten und versprochenen familienpolitischen Maßnahmen unverzichtbar. Es entspreche einer Mißachtung und Geringschätzung der Bürger, definitive Zusagen zu machen und einige Wochen später wieder davon abzuweichen. Der Familienbund fordert daher Finanzminister Edlinger dringend auf, zu seinen Entscheidungen zu stehen und finanzielle Engpässe nicht wieder einmal auf Kosten von Familien zu überwinden.

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