Neue Impulse für das Waldviertel

Fünf Arbeitskreise der Wirtschaftskammer NÖ

St.Pölten (NLK) - Bei der heutigen Pressekonferenz "Neue
Impulse für das Waldviertel" in der NÖ Wirtschaftskammer in Wien sagte deren Präsident, Ing. Peter Reinbacher, für Grenzregionen wie das Waldviertel, die gezwungen seien, ihre Position im neuen Europa neu zu definieren, sei es jetzt an der Zeit, nachzudenken
und neue Antworten auf neue Fragen zu finden.

Weil das Spannungsfeld zwischen Kontaktzone und Trennlinie unterschiedlicher soziokultureller Systeme in Österreichs Grenzregionen aufgrund des EU-Beitritts noch größer geworden sei, habe die NÖ Wirtschaftskammer im Oktober des Vorjahres im Stift Geras mit der Initiierung von fünf Arbeitskreisen den Startschuß zu einer gemeinsamen Diskussion mit allen Betroffenen gegeben. Vor dem Hintergrund einer dynamischen wirtschaftlichen Entwicklung
etwa im Bereich der Beschäftigungsexpansion, die aber nicht über bestehende und zu erwartende Strukturprobleme hinwegtäuschen dürfe, wenn beispielsweise billige Frauenarbeitsplätze durch ausländische Arbeitskräfte substituiert werden, liegen nunmehr die Vorschläge der Arbeitskreise auf dem Tisch.

Der Arbeitskreis "Faszinierendes Waldviertel" schlägt vor, eine zentrale Servicestelle als Drehscheibe zu schaffen, die wirtschaftliche und künstlerische Initiativen koordiniert, fördert und einen "Kreativplan" bzw. einen "Kultur- und
Wirtschaftskatalog" herausgibt. Der Arbeitskreis "Gastliches Waldviertel" fordert die Schaffung einer "Destination-Management-Company" für die gesamte Region sowie eine Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur im Bereich der B 41, der Elektrifizierung
der Bahnstrecke Gmünd-Vesely und des Einsatzes internationaler Züge auf der Franz-Josefs-Bahn.

Der Arbeitskreis "Offenes Waldviertel" sieht vor dem
Hintergrund der EU-Osterweiterung den Aufbau einer Informations-
und Kooperationsstelle mit Unterstützung der Landesregierung in Horn, die Erstellung eines Informationsfolders, die Verbilligung grenzüberschreitender Telefongebühren und eine stärkere Kooperation zwischen Wiener und Brünner Messe vor.

Der Arbeitskreis "Kooperatives Waldviertel" nennt in seinem Maßnahmenkatalog für Klein- und Mittelbetriebe eine Informationsoffensive, eine Kooperationsakademie, ein
Telematikbüro sowie konkrete Modellprojekte. Der Arbeitskreis "Produktives Waldviertel" schließlich schlägt neben der Gründung eines Expertenforums mit dem Ziel verbesserter Rahmenbedingungen für den Betriebsstandort Waldviertel vor, Betrieben durch Förderung der Lohndifferenz die Einstellung von Fachkräften zu erleichtern.

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